• aktualisiert:

    Veitshöchheim

    Viele wollen studieren und Erfahrungen im Ausland sammeln

    Die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer (Mitte) hat die Prüfungsbesten 2019 ausgezeichnet. Im Ausbildungsberuf Winzer sind das (v.l.n.r.) Jonas Feser (LWG Veitshöchheim, 3. Platz), Lukas Pfister (Weingut Juliusspital, Würzburg, 2. Platz) und Leon Rauschmann (Weingut Thomas Mend, Iphofen, 1. Platz). Im Ausbildungsberuf Weintechnologe sind es Michael Römmelt (LWG Veitshöchheim, 1. Platz), Michael Herbig (Weingut Juliusspital, 2. Platz) und Lukas Büchner (WG Franken, Kitzingen, 3. Platz). Foto: Dieter Gürz

    Eine Wein-Hoheit überreichte die Zeugnisse - bei der vom Fränkischen Weinbauverband e. V., der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim und der IHK Würzburg-Schweinfurt ausgerichteten Freisprechungsfeier. In der Abfüll-Halle der LWG in Veitshöchheim übergab die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer zusammen mit LWG-Präsident Hermann Kolesch die Abschlusszeugnisse der Industrie- und Handelskammer (IHK) an sechs Weintechnologen; die Zeugnisse für 21 Winzer und drei Externe sowie die Auszeichnung für die Prüfungsbesten stammten vom Landwirtschaftsministerium.

    Bei den Ausgezeichneten handelt es sich bei den Winzern um Leon Rauschmann (Weingut Thomas Mend, Iphofen), Lukas Pfister (Weingut Juliusspital, Würzburg) und Jonas Feser (LWG, Veitshöchheim), sowie bei den Weintechnologen um Michael Römmelt (LWG, Veitshöchheim), Michael Herbig (Weingut Juliusspital) und Lukas Büchner (Winzergemeinschaft Franken, Kitzingen).

    Leon Rauschmann aus Hammelburg (Zweiter von rechts) machte beim Weingut Mend in Iphofen seine Winzerausbildung im dualen System - und schloss als Prüfungsbester mit der Durchschnittsnote 1,1 ab. Außerdem im Bild (v.l.): Hermann Kolesch, Carolin Meyer und Lukas Kagerbauer von der IHK. Foto: Dieter Gürz

    Kleine Roboter im Weinberg

    Mit dem diesjährigen Weinbau-Nachwuchs, so Hermann Kolesch in seiner Festrede, sei ein hervorragender Abschlussjahrgang gereift, der nun Verantwortung für die Top-Weine von morgen übernehmen könne. Goldene Zeiten für den Weinbau erwartet sich der LWG-Präsident in den kommenden zwanzig Jahren vor allem durch den Weintourismus. Wein sei Kultur, sagte Kolesch. Wer guten Wein mache, dem müsse nicht bange sein.

    Voraussetzung für Erfolg sei die ständige Weiterbildung und lebenslanges Lernen. Die Digitalisierung unter dem Schlagwort "Weinbau 4.0" verglich Kolesch mit dem Übergang vom Ackergaul zum Schlepper. Er prophezeite den Jungwinzern eine spannende Zeit, in der kleine Roboter durch den Weinberg laufen und Drohnen das neue Spielzeug der Winzer werden.

    Praktika in Neuseeland und Südtirol

    Kolesch empfahl den Absolventen, weitere Erfahrungen in Weingütern in- und außerhalb Deutschlands zu sammeln, ehe sie den Titel Winzermeister, Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft oder ein Bachelor- oder Master-Studium anstrebten.

    Genau dies hat Yannik Henrich vor, der nach seiner Ausbildung im Weingut Braun in Nordheim ein jeweils halbjähriges Praktikum in Südtirol und Neuseeland absolvieren möchte. Für den Prüfungsbesten Leon Rauschmann vom Weingut Mend in Iphofen (Notendurchschnitt 1,1) ist ein Studium an der Hochschule in Geisenheim, verbunden mit einem Auslandspraktikum, beschlossene Sache. Christian Urlaub aus Thüngersheim sieht sein Potenzial im elterlichen Familienbetrieb, dem Weingut Urlaub.

    Zur Freisprechungsfeier erschienen neben 30 Weinbau-Absolventen zahlreiche Vertreter aus Weinbau, Bildung und Industrie. Foto: Dieter Gürz

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!