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    ERLABRUNN

    Vielfältiger A-Capella-Gesang zu frischen Texten

    Schon die Bühne-Deko aus selbst geleerten Weinkisten lieferte den Hinweis: Die „Erlabrunner Schoppensänger” mit (von lin... Foto: Herbert Ehehalt

    Die Aufforderung der „Erlabrunner Schoppensänger“ an ihr Publikum war unmissverständlich: Bei „Auf, die Ohren“ blieb die abschließende Klärung der Reihenfolge in den Vorlieben der acht Sänger aber aus. Der Auftritt der Sängerriege ließ eher den Schluss zu, dass die Sänger nach wie vor Wein und Gesang in ihrer Heimat gleichermaßen gerne frönen.

    Seit November 2013 hatte das Publikum auf ein weiteres Konzert der Aushängeschilder des Ortes warten müssen. Wie guter Wein, den die acht Originale gerne genießen und ihrem Namen verdanken, sind auch die „Erlabrunner Schoppensänger“ reifer geworden seit ihrem letzten Konzert-Auftritt. Den Schalk im Nacken tragen die Sänger als Urgesteine der Erlabrunner Fasenacht aber freilich noch immer. Nicht nur in der fünften Jahreszeit. Und erst recht seit dem Abgang der Blasmusik-Formation der „Erlabrunner Narreköpf“ sind die „Schoppensänger“ das einzige Überbleibsel aus den Kindertagen der Saal-Fasenacht im Ort.

    Seltener aber als alljährlich auf der Narrenbühne verzückt die Sängerriege ihr Publikum mit ihrem durchaus anspruchsvollen Können. Mehr als vier Jahre hatte es jedoch gedauert, bis sich die acht gestandenen Mannsbilder mit einem vielfältigen Repertoire wieder auf die Konzert-Bühne trauten. Und weil das Publikum – nicht nur aus Erlabrunn sondern aus der gesamten Region – so sehr darauf gewartet hatte, war die TSV-Turnhalle gleich an zwei aufeinander folgenden Abenden ausverkauft. „Wir sind voll!“ prangte in dicken Lettern am Eingang. Der etwas zweideutige Hinweis bezog sich allerdings weniger auf die Protagonisten des Abends als vielmehr auf die Lokalität.

    Und wenn es tatsächlich einer Bestätigung bedurft hätte: Dem virtuosen A-Capella-Gesang gehört eindeutig die Liebe der acht Sänger. Keineswegs blieben die sangesfreudigen Acht gleich zu Beginn im geforderten Handy-Flug-Modus den Beweis schuldig, dass es sich dabei um Musik handelt, die nur im Kollektiv gelingt. So kombinierten sich die Sänger im Wechsel zwischen Melodien ihrer Idole und eigenen, aus dem Fasching leicht modifizierten eigenen Texten durch ein abwechslungsreiches Konzerterlebnis. Eigene Erlebnisreisen mit der Deutschen Bahn gaben die Schoppensänger ebenso zum Besten wie den „Stadtdaach“ auf eine Sister-Act-Melodie. Das Programm bot auch ein Spiegelbild der großen Vorbilder der „Erlabrunner Schoppensänger“ und umfasste Melodien der Wise Guys, der Prinzen und der Comedian Harmonists.

    Passend zur Zusammensetzung des begeisterten Publikums widmeten die „Schoppensänger“ einige Beiträge über die Grenzen Erlabrunns hinaus freilich auch „geliebten Nachbarn“, vor allem den „marokkanischen“. Bei Mango, Kiwi, Ananas und Banane war auch das Publikum zum großen Finale aufgefordert sich zu beteiligen.

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