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    Theilheim

    Vom Maintal auf die Gäuplatte

    Sieben Radfahrer in etwa einer halben Stunde in der Mittagszeit - der Radweg zwischen Theilheim und Randersacker wird genutzt werden. Foto: Antje Roscoe

    Noch dieses Jahr soll der Radweg zwischen Theilheim und Randersacker Wirklichkeit werden. Und auch für ein weiteres Teilstück von Randersacker nach Lindelbach gibt es Hoffnung.

    Langer Atem und Durchhaltevermögen waren nötig für den Radweg von Theilheim nach Randersacker, aber Bürgermeister Hubert Henig hat es geschafft. Die Ausschreibung läuft. Angebote sind vorhanden. Baubeginn soll am 1. August sein für das knapp zwei Kilometer lange Stück am Jakobsbach entlang.

    Mehr als 20 Jahre gibt es den Gedanken dazu, meinte Thomas Häusner, im Theilheimer Rathaus für Bausachen zuständig. Bei der ursprünglichen Planung, vorwiegend nördlich der Staatsstraße hatten jedoch die Grundstückseigentümer nicht gewonnen werden können. Jetzt ist diese Hürde für die südliche Variante genommen.

    Der Grunderwerb war die große Schwierigkeit, die viel Zeit kostete. Häusner, schätzt, dass 70 bis 80 beteiligte Eigentümer und Miteigentümer für den Grunderwerb eingebunden werden mussten, ganz überwiegend auf Randersackerer Gemarkung. Trotzdem war Theilheim mit Henig Verhandlungsführer und Käufer. Man hatte sich auf Theilheim als federführend geeinigt, erklärt Häusner: "Schon weil Theilheim das größere Interesse hat und weil die Zusammenarbeit gut klappt.

    Bei den Kosten ist der Grunderwerb der kleinere Posten. "Definitiv weniger als 50 000 Euro", überschlägt Häusner. Die Baukosten, mit 600 000 Euro veranschlagt, sowie die Planungskosten übernimmt der Freistaat Bayern mit dem Förderprogramm für Radwege entlang von Staatsstraßen.

    Wunderschön ist die Lage des Radwegs am Bach entlang mit viel Grün und schattigen Bereichen. Dem steten Anstieg aus dem Maintal zwischen Buhleite Randersacker und der Industriestraße in Theilheim kommt die Planung des Eibelstadter Ingenieurbüros Horn  mit einer maximalen Steigung von sechs Prozent und einer Deckschicht mit geringerem Rollwiderstand entgegen.

    Allerdings weißt die Topographie auch einige Engstellen für den 2,50 Meter breiten Weg auf. Nötig ist deshalb eine Querung des Jakobsbaches mit einer kleinen Brücke. An drei anderen Stellen wird der Bach auf kurzen Strecken verlegt, um weitere Brückenbauwerke zu vermeiden. Die Fertigstellung ist mit drei Monaten Bauzeit vor Ende 2019 geplant. Anschlusswege gibt es in Theilheim für Radfahrer nach Biebelried, Rottendorf, zum Mainfrankenpark beziehungsweise Dettelbach und nach Gerbrunn.

    Optimistisch ist auch Randersackers Bürgermeister Michael Sedelmayer, dass der Radweg nach Lindelbach in den kommenden Monaten um das Teilstück von der Autobahn bis zum derzeitigen Ende ergänzt werden könne. Auch dort gab es Verzögerungen, weil der Schotterkeil des für landwirtschaftlichen Verkehr verstärkten Unterbaus teilweise in Privatgrund reicht und nicht überall auf Anhieb Einverständnis zu erzielen war.

    Jetzt seien alle erforderlichen Unterschriften da, so Sedelmayer. 235 000 Euro sind für das Teilstück veranschlagt, woran die Marktgemeinde mit 56 000 Euro beteiligt ist. Der danach noch fehlende Lückenschluss zwischen Sportanlage und Autobahn ist ein Projekt, das mit dem Gewerbegebiet geschaffen werden soll.

    Übersichtskarte des Radweges Theilheim-Randersacker. Foto: Ing-Büro Horn, EibelstadtAntje Roscoe

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