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    Güntersleben

    Von Verkehrssicherheit bis Kinderbetreuung

    Besichtigung des Schulweges beim Ortsrundgang durch Güntersleben mit Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib und Gemeinder...

    Bauplätze, das neue Ärztehaus, Kinderbetreuung und die Verkehrssicherheit waren die bestimmenden Themen beim kommunalpolitischen Informationsbesuch der Landkreis-SPD in Güntersleben. Auf einem einstündigen Rundgang erläuterten die Gemeinderäte Gerhard Möldner und Doris Haslach-Götz dem SPD-Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib und seinen Vorstandskollegen aus dem ganzen Landkreis die aktuellen kommunalen Herausforderungen.

    Ein Problem, das die Sozialdemokraten in Güntersleben umtreibt, ist die hohe Verkehrsbelastung des Innenorts, heißt es in einer Pressemitteilung. Knapp 7000 Fahrzeuge fahren täglich auf der Straße nach Würzburg durch Güntersleben, betont Haslach-Götz. Möldner erwartet durch die geplante Ortsumgehung in Rimpar zusätzlichen Pkw-Verkehr. Umso dringlicher sei eine weitere Ampelanlage im Bereich der Rimparer Straße. Während in Richtung Rathaus für Fußgänger eine Ampelanlage vorhanden ist, fehlt eine solche auf dem Weg zur Schule. Hier behelfe sich die Gemeinde aktuell mit Schülerlotsen.

    Halbleib machte deutlich, dass dieser Zustand geändert werden sollte: „Dass die Gemeinderäte sicher über die Ampel ins Rathaus kommen ist gut. Aber die Schülerinnen und Schüler sollten mindestens genauso sicher zur Schule kommen können.“

    Zur Freude von Halbleib profitiert Güntersleben bei der Sanierung seiner Straßen von der bundesweiten Städtebauförderung. Die Gemeinde wurde vor einigen Jahren in dieses Programm aufgenommen, so Möldner. Aktuell wird ein 600 Meter langer Abschnitt der Thüngersheimer Straße mit Hilfe dieser Mittel modernisiert. Halbleib warb für das Programm: „Jeder Euro aus der Städtebauförderung zieht acht Euro Investition nach sich. Deswegen war es richtig, dass wir als SPD die Aufstockung der Mittel durchgesetzt haben.“

    Im Bereich der Kindergartenbetreuung erfreut sich die Gemeinde steigender Kinderzahlen. Für den September 2018 wird deswegen eine zusätzliche Gruppe in den bestehenden zwei Kindergärten benötigt. Um die Kapazitäten auch in Zukunft zu schultern sucht die Gemeinde aktuell einen Standort für einen dritten Kindergarten. Als Träger stehen die Johanniter zur Verfügung. Auch die Idee eines Waldkindergartens wolle man diskutieren, so Haslach-Götz.

    Der Gemeinderat berät zudem das Neubaugebiet im Norden von Güntersleben. Hier komme es bei einem zweiten Bauabschnitt aufgrund der Umlage von Erschließungskosten zu Komplikationen, die die Umsetzung in weite Ferne rücken lassen. Neben diesen Vorhaben sieht Möldner auch beim Thema leerstehender Baugrundstücke Diskussionsbedarf: „Insgesamt 110 Baugrundstücke sind in bereits vorhandenen Baugebieten nicht bebaut. Das ist ein großes stillliegendes Potenzial“. Hier hoffe er, dass durch eine Grundsteuer C für unbebaute Flächen ein Hebel gefunden werden kann, durch den die aktuellen Besitzer die Grundstücke an Bauinteressierte weiterverkaufen. Halbleib betonte, dass eine entsprechende Regelung im Koalitionsvertrag vereinbart wurde.

    Bereits umgesetzt werden die Pläne zum Bau eines neuen Ärztehauses. Mit Baukosten im Umfang von 1,5 Millionen Euro sei es gelungen, einen zweiten Ärztesitz für Allgemeinmedizin in Güntersleben zu erhalten, so Möldner. Neben dem Ärztehaus sind zudem Augen- sowie Zahnarzt und Apotheke im Ort vorhanden. 

    Bearbeitet von Robert Menschick

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