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    Veitshöchheim

    Vorbereitende Arbeiten zum Bau der Lärmschutzwände

    Acht Jahre sind nun seit der Bürgerinformationsveranstaltung der Deutschen Bahn am 21. Juli 2010 in den Mainfrankensälen vergangen. Jetzt tut sich etwas in Sachen Lärmschutz an der Bahnlinie Würzburg - Karlstadt im Ortsbereich von Veitshöchheim. Wie die Bauverwaltung der Gemeinde auf Nachfrage bei der Deutschen Bahn in München erfuhr, ist der Planfeststellungsbeschluss für die Errichtung von Lärmschutzwänden entlang der Bahnlinie in Veitshöchheim rechtskräftig, Baurecht somit vorhanden.

    Wie die Bahn der Gemeinde mitteilte, wird zurzeit die Baustelle eingerichtet und es finden vorbereitende Arbeiten wie Kabelsuchschachtungen statt.

    Ab 2. Oktober 2018 sollen dann die eigentlichen Arbeiten für die Errichtung von vier Lärmschutzwänden aus Aluminium im Ortsbereich auf einer Länge von insgesamt 1500 Metern und einer Höhe von drei Metern ab der Schienenoberkante beginnen. In Gang gesetzt wurden laut Bahn auch die Schutzmaßnahmen des landschaftspflegerischen Begleitplans (LBP), der zusammen mit dem Bauentwurf durch den Planfeststellungsbeschluss rechtsverbindlich wurde. Der LBP regelt bei Bauvorhaben, die Eingriffe in Natur und Landschaft mit sich bringen, die Kompensation oder Minimierung dieser Eingriffe.

    Zwei Lärmschutzwände werden westlich der Bahnlinie errichtet, die erste auf einer Länge von 115 Metern in Fortführung der in Höhe des Altenheims bestehenden Wand bis in Höhe des Schneckenhauses im Hofgarten und eine zweite auf einer Länge von 850 Metern im Bereich Herrnstraße in Höhe der LWG bis an die Kläranlage in der Thüngersheimer Straße. Östlich der Bahn sind zwei Wände vorgesehen auf einer Länge von 165 Metern im Vorderen Sendelbach, eine weitere auf 350 Metern Länge im Birkental.

    Zuletzt hatten am 25. November 2013 die Diplomingenieure Alexander Pawlik und Nengoue Detchoua von der DB ProjektBau GmbH München im Haus der Begegnung die Bürger über das Lärmsanierungsprogramm und die Möglichkeiten einer Umsetzung aktiver und passiver Lärmsanierungsmaßnahmen im Ortsbereich informiert.

    Damals hatten die DB-Vertreter angekündigt, dass die notwendigen Unterlagen zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens noch 2013 der Regierung übergeben werden und 2014 das Planfeststellungsverfahren durchgeführt wird. Der Abschluss dieses Verfahrens sollte bis spätestens Anfang 2015 möglich sein, das heißt, das für den Bau erforderliche Baurecht würde dann vorliegen.

    Mit dreijähriger Verspätung ist dies jetzt der Fall. Der Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamtes, Außenstelle Nürnberg, ging im April 2018 bei der Gemeinde ein, eine Ausfertigung des festgestellten Planes lag vom 16. bis 30. April im Rathaus aus.

    Wie es 2013 hieß, habe für den Streckenabschnitt "Veitshöchheim" das Schallschutzgutachten ergeben, dass eine erhebliche Lärmbelastung durch die starke Frequentierung mit einem Schallpegel teilweise über 70 dB(A) vorliegt. Von 487 untersuchten Gebäuden sind 385 förderfähig.

    Die Kosten des Bundes wurden damals auf 3,3 Mio. Euro geschätzt, davon entfielen 2,5 Millionen Euro auf den Bau der Lärmschutzwände und 0,8 Millionen Euro auf passive Maßnahmen an Gebäuden.
    Nach der Förderrichtlinie Lärmsanierungsmaßnahmen sei eine Förderung möglich, wenn das Wohngebäude vor dem 1. April 1974 oder der Bebauungsplan, in dessen Geltungsbereich das Wohngebäude errichtet wurde, vor dem 1. April 1974 rechtsverbindlich wurde.

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