• aktualisiert:

    Würzburg

    Vorfahrt für den "Green-City-Plan"

    Den "Auftakt der ÖPNV-Offensive im Rahmen des Green-City-Konzeptes" stellte Oberbürgermeister Christian Schuchardt mit Fachleuten von Stadtverwaltung und Würzburger Straßenbahngesellschaft vor. Gemeint sind Verbesserungen im Straßenbahn- und Omnibusverkehr. 

    Die so genannte Qualitätsoffensive ÖPNV (öffentlicher Nahverkehr) beinhaltet die Verlängerung der Straßenbahnlinien 1 und 5 zu den Uni-Kliniken ZIM und ZOM, den weiteren barrierefreien Ausbau von Straßenbahn- und Bushaltestellen,  künftige Zusatztarife und noch weitere Ideen für die nähere Zukunft.  

    Straba-Ausbau zu ZIM und ZOM

    Zu den Projekten, die fürs nächste Jahrzehnt geplant sind, gehört die Erweiterung der Straßenbahnlinien 1 und 5 in Grombühl. In Kürze - Ende dieses Jahres oder Anfang des kommenden - werde der Bau in der Josef-Schneider-Straße, hinauf zu den Uni-Kliniken "Zentrum für innere Medizin (ZIM)" und "Zentrum für operative Medizin (ZOM)"  beginnen, so der Bereichsleiter der Straßenbahngesellschaft (WSB) Paul Lehmann.

    Notwendige, umfangreiche Leitungsverlegungen hätten "Kosten und Zeit nach oben getrieben", so der städtische Kämmerer Robert Scheller. Erfreulich für Stadt und WSB: Die jüngsten Verhandlungen im bayerischen Verkehrsministerium ergaben, dass der zunächst auf 80 Prozent festgesetzte Fördersatz auf 90 Prozent erhöht wurde. Die WSB baut die Linie zu ZIM und ZOM für derzeit geplante 36 Millionen Euro aus. Davon kommen dann also 90 Prozent aus öffentlichen Fördertöpfen. Die Fertigstellung dieser Straßenbahnstrecke ist für 2024 geplant.    

    "Markstein für die Linie 6"

    Mehr öffentliche Zuschüsse sehen die Stadt-Verantwortlichen als Hinweis darauf, dass es Fördergelder in dieser Höhe auch für die künftige Straßenbahnlinie 6durchs Frauenland zum Hubland geben sollte. Scheller spricht von einem "Markstein für die Linie 6", für OB Schuchardt hat die erhöhte Förderung für die Linien 1 und 5 nun auch eine "Richtungsfunktion" für die neue Linie 6. Für die Linie Frauenland/Hubland hofft Lehmann auf den Beginn der Planfeststellung im Jahr 2019. 

    Vorfahrt für Omnibusse

    Als weitere "Riesenthemen" nannte Lehmann das Überplanen des Omnibusnetzes und Verbesserungen am Busbahnhof. "Wir wollen eine bessere Taktung und die Busse besser in den Straßenverkehr einbringen". Gemeint ist: Omnibusse sollen an Ampeln Vorfahrt haben, weitere Bus-Spuren sollen ausgebaut werden. 26 Buslinien durchqueren die Stadt, so Lehmann.

    Mit Hilfe von Sammeltaxis und so genanntem "On-demand-Verkehr" (auf Abruf) sollen urbane Randlagen besser mit dem öffentlichen Personennahverkehr erschlossen werden; geplant ist ein Pilotversuch voraussichtlich am Kühlenberg in Versbach oder in der Dürrbachau. Handy-Tickets sollen künftig ein weiterer Mosaikstein für einen einfacheren ÖPNV sein. Carsharing, so Lehmann weiter, sei bereits "eine Pflanze, die gut gedeiht". 

    Weiter steht der Ausbau von Verknüpfungspunkten auf der Agenda: die Endhaltestelle Bürgerbräu (Zellerau) und Königsberger Straße (Sanderau) gehören dazu, ebenso die Straba-Haltestelle Hauptbahnhof samt Änderung der Gleisanlagen zwischen Hauptbahnhof und Berliner Ring. Die weitere Anschaffung neuer Straßenbahnzüge und von Elektrobussen steht ebenfalls auf der Liste der Vorhaben.

    Zusätzliche Tarifangebote ab März 2019

    Neue, zusätzliche Tarife gelten ab 1. März 2019 für zunächst drei Jahre. Es wird ein Senioren-Abo für Leute ab 65 Jahren geben, auf der Basis des 9-Uhr-Abos, aber mit 15 Prozent Rabatt. Ferner: Eine Drei-Tages-Karte zum Preis von zwei Tagen (die derzeitige Tageskarte "solo" in der Großwabe kostet 5,20 Euro). Die WSB hofft, etwaige Verluste durch mehr Fahrgäste auszugleichen. Außerdem soll das Konzept "Parkschein ist Fahrschein" auf Familien ausgedehnt werden.  

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (7)

      Kommentar Verfassen


      Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de?
      Dann jetzt gleich hier registrieren.