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    Höchberg

    Vorlesen statt Mathe

    Landrat Eberhard Nuß kam in die Höchberger Realschule und las den Schülern der fünften Klasse eine Schulstunde lang vor. Foto: Matthias Ernst

    Am bundesweiten Vorlesetag beteiligen sich deutschlandweit immer rund 600 000 Menschen. Auch in Unterfranken und hier vor allem an den Schulen und Bibliotheken finden sich immer wieder prominente Vorleser, die als gutes Beispiel vorangehen und Schülern Lust auf Lesen machen wollen.

    Die Höchberger Leopold-Sonnemann-Realschule macht bei dieser "größten Vorlese-Bewegung in Deutschland", wie es auf der Homepage des Vorlesetages heißt, seit Jahren mit. Dabei wird nicht nur vorgelesen, sondern die Schüler beschäftigen sich einen ganzen Tag lag mit dem Thema Buch. Eine Schreibwerkstatt gehört da genauso dazu, wie Lese-Escape-Room.

    Diese relativ neue Art der Wissensvermittlung begeisterte auch Landrat Eberhard Nuß. Er hatte sich Zeit genommen und in einer fünften Klasse aus dem Buch: "Bitte nicht öffnen" vorgelesen. "Es ist mir ganz wichtig vorzulesen und so Vorbild zu sein", bekannte er vor der Klasse. "Ich habe mich auf diesen Morgen vorbereitet", sagte Nuß und tauchte mit den Schülern in die Geschichte um ein nicht zugestelltes Paket ein. Zum Schuss bekommt Nuß ein Diplom überreicht und darf sich jetzt als ausgezeichneter Vorleser bezeichnen.

    Gemeinsam mit Schulleiter Marcus Rammsteiner und Fachlehrer Timo Koppitz besuchten sie noch Gunter Schunk, der in einem anderen Klassenzimmer mit seiner ins Mainfränkische übersetzten Asterix-Reihe Lust auf Mundart machte. Schunk bekannte, dass Landrat Nuß als erster Korrektor bei den verschiedenen Asterix Übersetzungen im Einsatz war. Der Landrat kennt sich mit fränkischen Dialekt aus und von daher war der Weg zu Asterix nicht weit.

    Auch die Höchberger Bibliothek beteiligte sich am Vorlesetag. Während Mitarbeiterin Margret Link in der Realschule vorlas, kam Autorin Sonja Maren Kientsch in die Bibliothek und las vor den Grundschülern.

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