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    Ochsenfurt

    Vortrag zum Thema „Vorsicht Giftpflanzen“

    Der Obst- und Gartenbauverein Ochsenfurt informierte über gefährliche Pflanzen, die auch in Gärten vorkommen können. Frau Dr. Gresser vom Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie stellte bekannte – aber auch unbekannte Arten vor.

    Giftnotrufzentrale

    Viele konnten sogar als echte Pflanze betrachtet werden, wobei die Pflanzenteile gut eingewickelt oder verpackt waren, um einen Hautkontakt zu vermeiden. Pflanzen sind neben Medikamenten, Kosmetika und Haushaltsreinigern der häufigste Grund für einen Anruf in der Giftnotrufzentrale (beispielsweise München, 089/19240), die bei einem Verdacht auf Vergiftung kontaktiert werden sollte. Dabei ist es wichtig, die Pflanzenart und die aufgenommene Menge an Pflanzenteilen zu benennen. Die Gabe von Aktivkohle und das Verdünnen des Mageninhalts durch Wasser oder Tee (keine Milch) werden als Erste-Hilfe –Maßnahmen empfohlen.

    Dekorativ aber giftig

    Für Kinder sind oft die Beeren verschiedenster Pflanzen eine Gefahr. Hier wurden Kirschlorbeer, Eibe, Tollkirsche und vor allem der Goldregen mit seinen bohnenförmigen Früchten angeführt. Auch beim Sammeln von Bärlauch können die ähnlich aussehende Herbstzeitlose und das Maiglöckchen zur Gefahr werden. Besonders giftig ist der Samen der Rizinuspflanze, eine häufige und sehr dekorative Kübelpflanze. Giftstoffe aus Eisenhut und Thuja können auch schnell über die Haut aufgenommen werden und bei der Anwendung von Arzneimitteln mit Sonnenhut (Echinacea) sollte an mögliche allergische Reaktionen gedacht werden.

    Viele Besucher, darunter auch viele Nichtmitglieder, lernten während des Vortrages einiges Neues und freuten sich über die anschauliche, informative Präsentation.

    Von: Harald Biedermann für den OGV Ochsenfurt

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