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    Waldbüttelbrunn

    Waldfriedhof: Zukünftig auch Baumbestattungen möglich

    Auf dem Waldfriedhof in Waldbüttelbrunn sollen zukünftig auch Möglichkeiten für Baumbestattungen geschaffen werden. Wie bei fast allen Kommunen ist die Sargbestattung in den vergangenen Jahren rückläufig oder gleichbleibend, die Urnenbestattungen nehmen allerdings stark zu. Um eine Übersicht der Möglichkeiten zu erhalten wurde die Landschaftsarchitektin Glanz mit der Ausarbeitung von verschiedenen Varianten beauftragt.

    In der Gemeinderatssitzung wurde sowohl eine "geordnete" Baumbestattung in der Abteilung XII vorgestellt, als auch eine "ungeordnete, rustikale" im östlichen Waldbereich. Im Friedhof gibt es zwar schon ein Urnenfeld mit aktuell noch 82 freien Plätzen, durch die verstärkte Nachfrage aber könnte es hier in den nächsten Jahren knapp werden. Im Jahr 2019 gab es in Waldbüttelbrunn 26 Urnenbestattungen.

    Es werden Bäume neu gepflanzt

    Für die geordnete Lösung sind Urnenröhren zirka 1,2 Meter vom Baum entfernt geplant. Dafür sollen mehrere Bäume neu gepflanzt werden und drumherum nach unten offene Röhren mit Deckeln eingebaut, in die die Urnen eingelassen werden können. Eine Röhre wird bis zu vier Urnen aufnehmen können, somit werden Familiengräber möglich bleiben.

    Zudem gibt es eine Variante  für die rustikale Urnenbestattung am Waldrand. Dort würde ein größerer Abstand der Urnenröhre zum Baummittelpunkt eingehalten, nämlich zwei Meter. Bei diesem Vorschlag sind acht Urnenröhren je Baum eingeplant.

    Während in die Deckel der Röhren im geordneten Bereich der Name und das Geburts- und Sterbedatum eingeritzt werden können, soll es hier nur eine kleine Plakette geben, die auch nicht direkt über der Urne angebracht wird.

    Ein Urnengemeinschaftsgrab

    Als dritte Möglichkeit soll am Hochbehälter im Waldfriedhof ein neues Urnengemeinschaftsgrab mit einer Trockenmauer zur Gestaltung eingerichtet werden. Bei einer Gegenstimme befürwortete der Gemeinderat die Pläne der Landschaftsarchitektin, zumal eine Umsetzung auch in Etappen erfolgen kann und nicht alles auf einmal erledigt werden muss.

    Entscheidung zu Werbetafel

    Außerdem wurde beschlossen, dass eine Befreiung für die höhere Ausführung einer Werbetafel außerhalb der Baugrenzen und höher als im Bebauungsplan erlaubt für den zukünftigen Rewe-Markt im Gewerbegebiet Kiesäcker zu beantragen. Die Überschreitung der Höhe wurde vom Gemeinderat mit 18 zu zwei Stimmen abgelehnt, der Bau außerhalb der Baugrenze mit 17 zu drei Stimmen allerdings zugelassen. Man will außerdem prüfen, ob eine Begrenzung der Leuchtdauer der Werbetafel möglich ist, um der Lichtverschmutzung zu begegnen.

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