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    Waldbüttelbrunn

    Wandbild von Curd Lessig soll umziehen

    Das Wandbild des Künstlers Curd Lessig soll vom "roten Rathaus" auf die Giebelseite des neuen Bürgersaales kopiert werden, um es langfristig zu erhalten, nachdem das rote Rathaus einem Neubau weichen muss. Foto: Matthias Ernst

    Wie soll nach dem Abriss des zweiten Teiles des Rathauses mit dem dort befindlichen Wandgemälde von Curd Lessig, der im vergangenen Jahr gestorben ist, umgegangen werden? Die CSU-Fraktion hatte in der vergangenen Sitzung den Antrag gestellt, das Bild zu erhalten und vor allem zu sichern, aber keinen neuen Standort genannt.

    Den sollten die Fraktionen in den vergangenen drei Wochen suchen und ihre Vorschläge bei der Verwaltung einreichen. Doch lediglich die CSU machte den Vorschlag, das Wandbild an die Giebelseiten des neuen Bürgersaales zu übertragen.

    Die Übertragung selbst werde allerdings schwieriger, als gedacht, so Bürgermeister Klaus Schmidt (SPD). Er hatte Kontakt mit einem Waldbüttelbrunner Künstler aufgenommen und dieser hatte ihm berichtet, dass Lessig direkt auf den Putz des Rathauses gemalt habe. Somit sei auch die Originalfarbe des Putzes in das Bild mit eingeflossen.

    Eine Übertragung des bisherigen Zustandes auf die Giebelseite des Bürgersaales sei nicht einfach, da dort eine helle Wandfarbe vorgesehen ist. Außerdem würden Mehrkosten entstehen, so der Bürgermeister, weil man einen feineren Putz als Hintergrund für das Bild nehmen müsste, als eigentlich vorgesehen. Zusätzlich wäre eine längere Gerüstmiete zu veranschlagen, da man das Bild erst nach dem Auftragen des Putzes anbringen könne.

    Doch der Gemeinderat stellte sich geschlossen hinter Karl-Heinz Spiegel (SPD), der gefordert hatte: "Das Kunstwerk muss erhalten bleiben". In der nächsten Gemeinderatssitzung wird der Künstler eine Collage vorstellen, die das Wandbild an dem neuen Standort an der Westseite des Bürgersaales zeigt, damit sich die Gemeinderäte ein genaues Bild vom Aussehen in Zukunft machen können.

    Man war sich einig, dass das Kunstwerk am "Rathauskomplex" erhalten werden soll, bei einer Gegenstimme. Sobald der Verputzer seine Arbeit aufnimmt, steht der Künstler bereit, um sein Werk, das sich mit der Geschichte Waldbüttelbrunns und den Ortsteilen beschäftigt, vom alten Standort auf den neuen zu übertragen.

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