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    Margetshöchheim

    Wann bekommt der obere Ortsteil wieder einen Spielplatz?

    Nach der Sommerpause wurde im Margetshöchheimer Gemeinderat wieder viel debattiert. Grund war ein Antrag der Margetshöchheimer Mitte (MM), oberhalb der St2300 im Gebiet Zeilweg endlich einen Spielplatz zu realisieren, denn im gesamten oberen Ortsteil existiert seit neun Jahren keine Spielfläche mehr. Die große Wiese am Ortseingang zwischen St2300 und Heinrich-Böll-Straße gehört inzwischen größtenteils der Gemeinde; dort sollen Gewerbeflächen entstehen. Ein kleines Stück besitzt der Zweite Bürgermeister Peter Etthöfer (MM), der bei dem Antrag auch anmerkte, er würde sein Grundstück für einen Spielplatz abgeben. Dass der Standort suboptimal sei, gab Etthöfer zu. Tatsache ist aber, dass sich trotz jahrelanger Bemühungen bisher kein passendes Grundstück finden ließ.

    Vorschlag: Bestehenden Spielplatz zugänglich machen

    Bevor die besagte Wiesenfläche als möglicher Standort verloren geht, hat die MM nun ihren Antrag eingereicht. Die Gemeinderäte waren wenig begeistert – zu nah an der Staatsstraße, zu laut und zu ungünstig gelegen mit Gefahrenpotenzial durch den Verkehr, hieß es. Gemeinderätin Christine Haupt-Kreutzer (SPD) regte eine einfachere Lösung an: ob nicht der bestehende Spielplatz des Kindergartens öffentlich zugänglich gemacht werden könnte, wenn die KiTa geschlossen ist? Laut Gemeinderätin Daniela Kircher (SPD) gibt es diese Art der Mitnutzung schon in mehreren Gemeinden, mit positiver Erfahrung. Am Ende wurde der MM-Antrag abgelehnt, um zeitnah alle Optionen zu prüfen. Besitzer von Baugrundstücken, die eventuell verkaufen oder auf mindestens 20 Jahre verpachten könnten, sollen befragt werden, Kindergarten und Schule werden zwecks einer öffentlichen Nutzung angefragt.

    In einem zweiten Antrag wollte die MM verhindern, dass Details und Möblierungen (etwa "Margetshöchheimer Bänke") im Bauabschnitt II der Mainlände (Rathaus bis Pointstraße) schon beauftragt werden. Wie Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) betonte, ist bisher nur die grobe Planung verabschiedet, Details sind nicht beauftragt. Am 15. Oktober findet ein Treffen mit der Festgemeinschaft und dem Planungsbüro arc.grün statt, danach soll die Gestaltung des künftigen Festplatzes im November auch mit den Anwohnern abgestimmt werden.

    Förderung wird aufgestockt

    Einig war sich der Gemeinderat, für umfassende Sanierungsmaßnahmen die städtebauliche Förderung aus kommunalen Mitteln auf 50 000 Euro aufzustocken, solange das Programm "Innen statt Außen (ISA)" läuft (bis mindestens 2020). Damit können auch Projekte mit städtebaulichem Mehraufwand, etwa wenn die Sicherung von Gebäudeteilen nötig ist, angemessen gefördert werden; aktuell betrifft das zum Beispiel das Anwesen in der Dorfstraße 15 ("Kuhn-Haus"), das nach Jahrzehnten des Leerstands nun aufwändig saniert werden soll.

    Über die Finanzen der Jahresrechnung 2018 hatte der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Norbert Götz (CSU), erfreuliches zu berichten: Der Schuldenstand ist zum 31. Dezember 2018 unter eine Million Euro auf 919 000 Euro gesunken und liegt damit bei rund 295 Euro pro Einwohner. Das ist fast die Hälfte des landesweiten Durchschnitts. Auch der Vermögenshaushalt steht mit circa 3,3 Millionen Euro solide dar.

    Ein kulturelles Schmankerl: Am Samstag, den 21. September findet ab Zell ab 19.30 Uhr unter dem Motto "Alle in einem Boot" eine Schwimmende Weinprobe durch das Zweiuferland statt. Es wird eine Abendliche Main-Schifffahrt mit Bürgermeistern und Weinhoheiten von Zell bis Zellingen und zurück.

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