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    Würzburg

    Warnstreik am Mittwoch auch am Uniklinikum

    Die Gewerkschaft Verdi ruft am Mittwoch die Mitarbeiter des Würzburger Uniklinikums zum Warnstreik auf.  Foto: Arne Immanuel Bänsch, dpa

    Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Freistaats zu ganztägigen Warnstreiks in dieser Woche aufgerufen. Am Mittwoch ist in Würzburg auch das Uniklinikum mit rund 6000 Mitarbeitern betroffen. Nach Gewerkschaftsangaben sollen die Klinikstationen nur mit ausgedünnter Wochenendbesetzung arbeiten.

    "Wir riskieren keine Gefahr für Leib und Leben."
    Gewerkschaftssekretär Stefan Kimmel

    Der Würzburger Verdi-Sekretär Stefan Kimmel geht davon aus, dass für Mittwoch geplante Operationen verschoben werden – so weit es sich nicht um Notfälle handelt. "Kein Patient soll zu Schaden kommen, die Grundversorgung bleibt gewährleistet", sagt der Gewerkschafter auf Anfrage. "Wir riskieren keine Gefahr für Leib und Leben." Im Vorfeld habe man eine entsprechende Vereinbarung mit der kaufmännischen Klinikleitung getroffen. Zum Warnstreik aufgerufen sind von 5 bis 23 Uhr alle Klinikmitarbeiter in Früh- und Spätschicht.

    Erst im vergangenen März hatte die Gewerkschaft Verdi in Würzburg und Schweinfurt zu Warnstreiks aufgerufen. Damals zog ebenfalls eine Demonstration vom Felix-Fechenbach-Haus in die Innenstadt.  Foto: Daniel Peter

    Neben der Uniklinik sollen am Mittwoch in Würzburg auch das Studentenwerk, die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshochheim, kleinere Teil der Universität und das Berufliche Schulzentrum für Gesundheitsberufe bestreikt werden. Beim Studentenwerk hat die Gewerkschaft vor allem die studentischen Mensen im Blick: "Wir hoffen, dass dort nur ein eingeschränkter Essensbetrieb möglich wird."

    Demonstrationszug durch die Stadt, Abschluss am Oberen Markt

    Die Streikenden sollen sich am Mittwoch ab 8.30 Uhr im Streiklokal im Grombühler Felix-Fechenbach-Haus treffen. Für 11 Uhr ist dann ein Demonstrationszug Richtung Innenstadt und Oberer Markt geplant, wo ab 12 Uhr die Abschlusskundgebung stattfinden soll.

    So wie hier vor einem knappen Jahr sind in Würzburg am Mittwoch erneut Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes zum Streik aufgerufen. Foto: Daniel Peter

    Den Anfang der Streikwoche in Bayern machen bereits am Dienstag verschiedene Dienststellen im Raum Rosenheim, am Mittwoch folgen die Warnstreiks in der Oberpfalz und in Würzburg, am Donnerstag in München. Die Gewerkschaft fordert für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens 200 Euro mehr. Pflegebeschäftigte sollen zusätzlich 300 Euro mehr erhalten.

    100 000 Tarifbeschäftigte beim Freistaat

    "Die Lohnentwicklung der Beschäftigten der Länder hinkt deutlich hinter der Gesamtwirtschaft und der im übrigen öffentlichen Dienst hinterher", sagte Verdi-Tarifexperte Peter Hoffmann. In Bayern betrifft der Tarifvertrag rund 100 000 Beschäftigte. Die dritte Verhandlungsrunde für alle Länder außer Hessen beginnt am 28. Februar. Die Länder bezeichnen die Forderungen von Verdi und Deutschem Beamtenbund als überzogen.

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