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    Höchberg

    Warum Sarah Braunreuther Bürgermeisterin in Höchberg werden will

    Zu den ersten Gratulanten nach der Nominierung von Sarah Braunreuther zur Bürgermeisterkandidatin der CSU gehörten Ortsvorsitzender Matthias Rüth (links) und Kreisvorsitzender Thomas Eberth Foto: Matthias Ernst

    Mit Sarah Braunreuther steht nun die dritte Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters in Höchberg fest. Bei einer Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbandes im Kulturstüble wurde sie mit überzeugenden 100 Prozent von den Mitgliedern gewählt. Zuvor hatte Ortsvorsitzender Matthias Rüth begründet, warum gerade Sarah Braunreuther besonders geeignet sei, die Nachfolge von Peter Stichler (SPD) anzutreten, der bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 aus Altersgründen nicht mehr als Bürgermeister antreten kann.

    Als große Volkspartei habe die CSU den berechtigten Anspruch auch die Bürgermeisterin in Höchberg zu stellen, zumal die SPD im Ort, die über viele Jahre den Bürgermeister gestellt hatte, keinen eigenen Kandidaten aufstellt, so Rüth. Mit Sarah Braunreuther komme ein neuer Stil in die Politik. Sie sei ehrlich, natürlich, direkt, fest in der Sache, aber offen für andere Argumente und vor allem kompetent.

    Seit elf Jahren im Gemeinderat

    Die stellvertretende Ortsvorsitzende sitzt seit über 11 Jahren im Marktgemeinderat und ist dort stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Die studierte Ergotherapeutin ist 39 Jahre alt und arbeitet derzeit in der sozialpädiatrischen Abteilung der Universitätskinderklinik in Würzburg. Dort berät sie im interdisziplinären Team Familien von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten. "Gut zuhören, Diagnostizieren, Probleme analysieren, Lösungen entwickeln, Prioritäten setzen und Vermitteln sind meine täglichen Aufgaben", so Braunreuther.

    Der Name Braunreuther ist in Höchberg nicht unbekannt. Ihr Vater Raimund war bis zu seinem Tod lange im Marktgemeinderat und auch stellvertretender Bürgermeister.  "Durch die familiäre Verbundenheit zu unserer Gemeinde habe ich Höchberg, seine Strukturen, seine Bürgerinnen und Bürger kennengelernt", so Braunreuther. Deshalb sei es ihr wichtig, dass die Vereinsstrukturen in der Marktgemeinde gewahrt bleiben und auch in Zukunft das Rückgrat des gesellschaftlichen Lebens sind. Neben ihrem Vorsitz im Höchberger Verschönerungsverein ist Braunreuther als Schatzmeisterin des Höchberger Partnerschaftsverein und bei den Musikfreunden ehrenamtlich aktiv.

    Vorstellung in ungewöhnlichem Format 

    Dies alles erfuhren nicht nur die Mitglieder über ihre Kandidatin, sondern die ganze Bevölkerung war an diesem Abend eingeladen, die Kandidatin der CSU kennenzulernen. Knapp 100 Personen aller Altersklassen wollten dies auch tun. Ihnen allen wurde Barunreuther in einem Interview vorgestellt, das Katharina Mann mit ihr führte. Mit dem ungewöhnlichen Format will Braunreuther verdeutlichen, dass ihr Gespräche und eine Kommunikation auf Augenhöhe wichtig ist. 

    "Die Zeit ist reif für eine Frau als Bürgermeisterin in Höchberg", hatte schon Kreisvorsitzender Thomas Ebert geäußert, der die Nominierung leitete. Braunreuther erklärte, dass sie auch für den Kreistag kandidieren werde, denn dort müsse ein Höchberger Bürgermeister vertreten sein, um die Politik auch im Kreis mitzubestimmen, so die Kandidatin.

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