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    Leinach

    Warum Tier-Attrappen im Leinacher Wald platziert wurden

    Wieder hergerichtet und aufgebaut wurde der Pirschpfad als Teil des Naturerlebnis-Wegenetz im Leinachtal von den Mitgliedern der örtlichen Agenda 21-Gruppe und der Leinacher Waldweihnacht unter Mithilfe der Arbeiter Interessen Gemeinschaft (AIG). Foto: Matthias Müller

    Die eher abfällige Aussage für einen Ort, an dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, hat am Pirschpfad im Leinachtal hingegen eine ökologische Bedeutung. Denn Nachhaltigkeit und ein sensibles Bewusstsein für Umwelt und Natur sind besonders gefragt angesichts der immer deutlicher werdenden Auswirkungen des Klimawandels. Nach der Eröffnung des Walderlebnisweges im Vorjahr, als Projekt der örtlichen Agenda 21-Gruppe, findet das Naturerlebnis-Wegenetz im Leinachtal eine weitere Erweiterung durch die Wiedereröffnung des Pirschpfad. Bei der schon traditionellen Pfingstwanderung der Agenda 21-Gruppe können sich Naturliebhaber und Wanderer hautnah von allem überzeugen, wofür der Lebensraum Wald & Wild steht. Start zur Pirschpfad-Wanderung ist am Pfingstmontag, 10. Juni um 13 Uhr am Rathaus in Leinach.

    Tierdarstellungen in die Jahre gekommen

    Wie so vieles was in freier Natur der Witterung ausgesetzt ist, waren die Tierdarstellungen auf dem Pirschpfad in die Jahre gekommen. Der Themenweg zum Lebensraum Wald & Wild ist Teil des ausgedehnten Wanderwegenetzes im Leinachtal. Inklusive des überregionalen Panorama-Höhenweg "Zwei-Ufer-Land" erstreckt es sich über immerhin 118 Kilometer. In Fortsetzung des Schwerpunktthemas der letztjährigen, 6. Leinacher Waldweihnacht, beteiligte sich auch die Waldweihnacht GbR an der Neugestaltung des Pirschpfades.

    Neben örtlichen und überörtlichen Projekten, die bisher aus dem Erlös der Veranstaltung unterstützt wurden, fand der Erlös daraus nun Verwendung zur Neugestaltung des Pirschpfades. Naheliegend war der außergewöhnliche Weihnachtsmarkt inmitten der Natur unter den Schwarzkiefern im Vorjahr schon dem Lebensraum Wald gewidmet. Die dabei erfolgte Sensibilisierung der Weihnachtsmarkt-Besucher fand somit nun ihre Fortsetzung.

    Pirschpfad als Schulung der Sinne

    Aus dauerhaftem Corten-Blech wurden die Formen von neun heimischen Waldtieren geschaffen. Verbunden mit entsprechenden Info-Tafeln wurden unter anderen Attrappen von Dachs, Eichhörnchen, Hase, Fuchs, Reh und Wildschwein im Verlauf des Pirschpfades im Wald platziert. Wie im natürlichen Lebensraum von Wildtieren üblich, ist jedoch aufmerksames und genaues Hinsehen erforderlich, um die Tier-Attrappen entlang des Pirschpfades wahrnehmen und erkennen zu können. Der Pirschpfad dient für alle Besucher somit auch der Schulung der Sinne. Zusätzlich zu den Tier-Silhouetten sind an den zugehörigen Info-Tafeln auch Hinweise zu den jeweiligen Fährten zu finden.

    Wieder hergerichtet und aufgebaut wurde der Pirschpfad von den Mitgliedern der örtlichen Agenda 21-Gruppe und der Leinacher Waldweihnacht unter Mithilfe der Arbeiter Interessen Gemeinschaft (AIG). Die fachkundige Führung der traditionellen Pfingstwanderung übernehmen wird Christiane Brandt, Gebietsbetreuerin Muschelkalk beim Landschaftspflegeverband. Beim abschließenden Schlusshock am Klakofen werden die Teilnehmer der Wanderung erwartet von Vertretern der Greifvogel- und Eulenhilfe Würzburg e.V., dann allerdings mit einigen echten Tieren aus dem heimischen Lebensraum.

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