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    Ochsenfurt

    Warum das Bratwurstfest in Ochsenfurt den Ort wechseln muss

    Das Hochziehen der Plane ist anstrengend und diffizil, denn sie muss genau ausgerichtet werden. Foto: Uschi Merten

    Es war wieder ein Kraftakt, wie jedes Jahr. Doch heuer war alles neu. Wie Bürgermeister Peter Juks bei der Festbierprobe sagte: "Zurück zu den Wurzeln". Das Bratwurstfest hat in Ochsenfurt Tradition. Früher, vor mehr als 30 Jahren, stand das Zelt auf dem Mainparkplatz. Und so ist es auch heuer wieder. Da auf dem Festplatz laut EU-Gesetzgebung keine Veranstaltungen mehr stattfinden dürfen, wurde das Zelt auf den ursprünglichen Platz zurückverlegt.

    Alleine der Aufbau des Gestänges für das Festzelt ist schwierig und erfordert viel Kraft. Foto: Uschi Merten

    Schon am Freitagabend wurde begonnen. 26 Stahlplatten, die die Zeltstangen tragen, mussten im Boden  befestigt werden. Erst einmal wurde nur ein Loch gebohrt und die Schraube in den Boden getrieben. Stefan Müller vom Zeltverleih war vor Ort. Er erklärte, dass es heuer ein freitragendes Zelt ist, mit 21 Meter Giebelbreite und mit mehreren Anbauten. Bisher wurde ein Mittelschiffzelt aufgebaut.

    Problem mit parkenden Autos

    Doch heuer ist eben alles anders. Eigentlich wurde der Parkplatz von der Stadt gesperrt. Das hinderte aber viele Autofahrer nicht, trotzdem dort zu parken. Etwa 40 Autos standen im absoluten Halteverbot, die den Zeltaufbau behinderten. Es musste die Polizei gerufen werden, die die Halter aufschrieb. Wer bis 22 Uhr am Abend den Platz nicht verlassen hatte, der wurde kostenpflichtig abgeschleppt.

    Wie üblich ging die richtige Arbeit am Samstag dann los. "Wir waren heuer eine besonders tolle Truppe. Fast 40 Personen haben mitgeholfen, davon einige, die gar nicht Mitglieder im Trachtenverein sind", erzählt Rosi Brauner, Vorsitzende des Trachtenvereins begeistert. Und so ging der Zeltaufbau mit einigen Hindernissen und Überraschungen zügig voran.

    Rosa und Wilmar Behon helfen jedes Jahr beim Zeltaufbau für das Bratwurstfest. Foto: Uschi Merten

    Etwa 150 Löcher mussten gebohrt werden. Dann konnten die 80 Zentimeter langen Nägel versenkt werden, damit das Zelt auch wirklich Halt hat. Die Stadt hatte dafür gesorgt, dass Kanal, Wasser und Strom für das Fest verlegt wurden. Die Bratwurstbude steht jetzt auf der Mainuferstraße, die während des Festes gesperrt ist. Für die Anschlüsse dafür muss der Trachtenverein sorgen. Nachdem sich so viele freiwillige Helfer heuer gefunden hatten, hat es mit dem Zeltaufbau auf dem neuen, alten Festplatz geklappt.

    Bearbeitet von Uschi Merten

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