• aktualisiert:

    Waldbüttelbrunn

    Warum das Gewerbegebiet erweitert wird

    Einige Diskussionen gab es zur geplanten Gewerbegebietserweiterung "Kiesäcker 4.2" und zur 14. Änderung des Flächennutzungsplanes zum Ausbau des Gewerbegebietes "Kiesäcker 4.3". Im vergangenen Jahr hatte der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen einige Grundstücke im weiteren Verlauf des jetzt schon existierenden Gewerbegebietes zu kaufen, um 4,78 Hektar Erweiterungsfläche zu bekommen.

    Die Nachfrage nach Gewerbeflächen sei in Waldbüttelbrunn weiterhin vorhanden, hatte Bürgermeister Klaus Schmidt (SPD) gesagt. Doch der Fraktion der Grünen geht das Ganze zu weit. Sie wollen keinen weiteren Landverbrauch und noch mehr Betriebe auf der grünen Wiese. Sebastian Hansen (Bündnis 90/ Die Grünen) sprach sich gegen eine Änderung des Flächennutzungsplanes aus. Stattdessen sollten landwirtschaftlich genutzte Flächen erhalten bleiben. Es müsse Schluss damit sein, immer mehr Landschaft zu versiegeln. Doch seine Argumentation fand keine Mehrheit.

    Gewerbegebiet anfahren

    Die Grünen stimmten allerdings dafür, dass eine Verbindungsstraße von der Industriestraße zur Staatsstraße in Richtung Hettstadt gebaut wird. Damit wolle man eine Entlastung der jetzigen Zufahrt schaffen und vor allem dem öffentlichen Nahverkehr die Möglichkeit zu bieten das bestehende Gewerbegebiet mit Bussen sinnvoll anzufahren.

    Die verwaltungsintern als "Flughafenstraße" bezeichnete Verbindung wird von allen Gemeinderäten als notwendig angesehen. Letztlich stimmte der Rat mit 14:6 Stimmen für eine erneute Änderung des Flächennutzungsplanes. Die Diskussion hätte man vor dem Ankauf der Grundstücke führen sollen, warb Bürgermeister Schmidt für Zustimmung. Dieses Argument zog, denn billig sei der Grunderwerb nicht gewesen und man hatte sich damals schon mehrheitlich für den möglichen Ausbau des Gewerbegebietes entschieden.

    Stichstraße wieder im Plan

    Auch bei der Aufstellung des Bebauungsplanes Kiesäcker 4.2 gab es nicht einstimmigen Zuspruch. Dort stimmte die Fraktion der Grünen komplett gegen den Vorschlag des Stadtplanungsbüros Wegner. Das hatte sich intensiv mit dem Büro arc.grün um die Einarbeitung der Änderungswünsche des Gemeinderates beschäftigt und eine ursprünglich vorgesehene Stichstraße wieder aus dem Plan herausgenommen.

    Aber genau diese will der Gemeinderat jetzt wieder haben, um die Grundstücke besser zuschneiden zu können und nicht nur wenige Großbetriebe anzusiedeln. So wird bei der zweiten Auslegung des Bebauungsplanes diese Straße wieder in den Plan eingearbeitet und den Trägern öffentlicher Belange erneut zugesendet. Das sei der praktikabelste Vorschlag, erläuterte Bertram Wegner bei seiner Präsentation.

    Spielhalle erneut abgelehnt

    Erneut abgelehnt wurde der Bauantrag für eine Spielhalle in der Raiffeisenstraße 6. Bereits im Februar hatte der Gemeinderat die Ansiedlung abgelehnt. Das Landratsamt hatte aber bei der Prüfung des Beschlusses festgestellt, dass die Ansiedlung grundsätzlich in dem Gewerbegebiet zulässig sei.

    Dennoch lehnte der Rat bei der erneuten Beratung den Antrag ab. Man werde weiter kämpfen, war man sich einig im Rat. 

    Abgelehnt wurde auch der Antrag des Schieß-Sport-Vereins 63 Waldbüttelbrunn auf Gewährung eines Zuschusses für die Anschaffung eines Zeltes sowie Scheibenmaterial. Dieser Antrag wurde in der vergangenen Sitzung noch vertagt, da man erst die neue Vereinsförderung beschließen wollte. Nach deren Richtlinien ist nun keine Förderung mehr möglich, da der Verein über genügend eigene Mittel verfügt, um die Anschaffungen selbst zu stemmen.

    Rathaus-Neubau im Kostenrahmen 

    Diese Mittel waren allerdings gesammelt worden, um die Schießanlage im kommenden Jahr zu erneuern und auf elektronische Zielscheiben umzurüsten. Die Rücklage erwies sich jetzt als Bumerang. Der ablehnende Beschluss wurde allgemein bedauert, konnte aus den Statuten der gemeindlichen Vereinsförderung allerdings nicht anders entschieden werden.

    Zum Neubau des Rathauses und des Saalgebäudes wurde vom Büro Breunig die aktuell prognostizierte Gesamtsumme, inklusive Abbruch, auf 4 868 193 Euro ermittelt. Man liege also noch im Kostenrahmen, berichtete Architekt Roland Breunig dem Gemeinderat.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!