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    Veitshöchheim

    Warum ein Weinberg bei Veitshöchheim umgestaltet wird

    Der Corona-Notausschuss des Gemeinderats in Veitshöchheim stimmte einem Bauantrag des Eigentümers eines Weinbergs an der B27 zu. Wie dieser nun umgestaltet wird.
    Dieses Stück direkt am Radweg entlang der B 27 Veitshöchheim - Thüngersheim wird quer trassiert. Einem entsprechenden Bauantrag der Eigentümer wurde zugestimmt. 
    Dieses Stück direkt am Radweg entlang der B 27 Veitshöchheim - Thüngersheim wird quer trassiert. Einem entsprechenden Bauantrag der Eigentümer wurde zugestimmt.  Foto: Dieter Gürz

    Um eine Rebfläche zur Erzeugung hochwertiger Weine ökonomisch und biologisch bewirtschaften zu können, plant der Eigentümer einen bestehenden 3131 Quadratmeter großen Weinberg in der Veitshöchheimer Weinbergslage "Sonnenschein", welcher bisher in Falllinie bewirtschaftet wurde, in eine Querterrassierung mit Kleinterrassen umzugestalten.

    Zu dem hierzu wegen der geplanten Abgrabungen und Aufschüttungen eingereichten Bauantrag, erteilte der vom Gemeinderat als Corona-Notausschuss eingesetzte Ferienausschuss einstimmig in seiner Sitzung in den Mainfrankensälen das gemeindliche Einvernehmen. Die Rebfläche liegt direkt am Radweg entlang der B 27 Richtung Thüngersheim kurz nach dem Baugebiet Birkental.

    935 Quadratmeter bleiben Rückzugsraum für die Natur

    Das Vorhaben liegt im Außenbereich von Veitshöchheim. Die in Frage stehende Fläche ist im Flächennutzungsplan der Gemeinde als Fläche für die Landwirtschaft, eine Teilfläche als Feldgehölze und Hecken ausgewiesen. Die oberhalb der Steinmauer liegende 935 Quadratmeter große Fläche des Grundstückes soll deshalb als Rebfläche aufgelassen und dieser Bereich zu einem Rückzugsraum der Natur werden.

    Der genaue Verlauf und die Geometrie der geplanten Querterrassen sollen sich laut Baubeschreibung an der vorhandenen Geländetopografie orientieren. Die Modellierung der Terrassen durch Abgraben und Anböschen soll mittels Massenausgleich des Bodenmaterials erfolgen. Die Ausführung der Arbeiten erfolgt vom obersten Geländepunkt nach unten zum Fuß des Weinbergs. Notwendige Aufschüttmengen im oberen Bereich werden vom untersten Gelände geholt. Im Zuge des Baufortschritts gleiche sich dies wieder aus.

    Vertikaldurchgänge an den seitlichen Rändern

    Zur Sicherung der Böschungen und Terrassen, sowie um Wind- und Wassererosionen zu vermeiden, werden verschiedene Ausführungen, wie eine Strohabdeckung und spezielle Einsaaten angedacht. Außerdem sollen die einzelnen Terrassen mit einem leichten Gefälle nach innen, sowie einem kontinuierlichem Längsgefälle, ausgeführt werden.

    Zur wirtschaftlichen maschinellen Bewirtschaftung sind nicht terrassierte Vertikaldurchgänge an den seitlichen Weinbergsrändern und am Wege-Anschluss geplant. Den Weinberg ziert in der Mitte direkt am Radweg eine Plastik "Maria mit dem Kind", errichtet von Walter Götzner, zum Gedenken an seine Ehefrau Anna.

    Auf die oberhalb der Steinmauer liegende 935 Quadratmeter große Fläche des Grundstückes wird als Rebfläche verzichtet. Dieser Bereich des Grundstückes soll zu einem Rückzugsraum der Natur aufgelassen werden.
    Auf die oberhalb der Steinmauer liegende 935 Quadratmeter große Fläche des Grundstückes wird als Rebfläche verzichtet. Dieser Bereich des Grundstückes soll zu einem Rückzugsraum der Natur aufgelassen werden. Foto: Dieter Gürz
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