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    Frickenhausen

    Warum eine Ratssitzung fast hätte ausfallen müssen

    Das alte Rathaus in Frickenhausen am Main. Foto: Theresa Müller

    Mit ungefähr einer Viertelstunde Verspätung begann die jüngste Sitzung des Marktgemeinderats in Frickenhausen. Anfangs stand die Durchführung der Sitzung sogar auf der Kippe. Der Grund: Es waren nicht genügend Ratsmitglieder anwesend und deshalb der Rat nicht beschlussfähig. Sechs Ratsmitglieder hatten sich entschuldigt. Nur fünf waren zum offiziellen Beginn der Sitzung anwesend. Zusammen mit Bürgermeister Reiner Laudenbach waren das sechs Stimmberechtigte, was nicht die Mehrheit darstellte, die von der Gemeindeordnung für die Beschlussfähigkeit gefordert wird.

    Zunächst gab es banges Warten. Dann wurde telefoniert.

    Zunächst gab es banges Warten. Dann wurde telefoniert, um vielleicht doch noch jemanden zu erreichen. Um festzustellen, ob die Sitzung dennoch stattfinden könnte oder ob sie vertagt werden müsste, studierten Bürgermeister Laudenbach und seine Sekretärin Marion Endres die Gemeindeordnung und die Geschäftsordnung des Gemeinderats. Schließlich traf ein Ratsmitglied, das sich verspätet hatte, noch ein, so dass die Beschlussfähigkeit mit sieben Stimmberechtigten gerade so erreicht war. Es war übrigens nicht das erste Mal, dass vor Beginn einer Sitzung gewartet und telefoniert  werden musste.

    Die Tagesordnung  war dann schnell absolviert.

    Die Tagesordnung  war dann schnell absolviert. Wegen Anträgen zur  wasserrechtlichen Erlaubnis zum Weiterbetrieb von Kleinkläranlagen hatte die Abteilung Wasserrecht im Landratsamt die Gemeinde aufgefordert Stellung zu nehmen. Zum einen ging es um die Anlage an der Staustufe Marktbreit, die sich auf Frickenhäuser Gemarkung befindet, zum anderen um eine  Kleinkläranlage in einem Frickenhäuser Aussiedlerhof. In beiden Fällen machte der Gemeinderat keine Einwände geltend. Auch einem Bauantrag für ein Einfamilienhaus im Baugebiet "An der Sandsteige" stimmte der Rat zu.

    Als sinnvoll erachtete das Ratsgremium den geplanten barrierefreien Zugang zur Pfarrkirche Sankt Gallus. Dem Antrag der Kirchenverwaltung auf eine Förderung durch die Marktgemeinde kam man aber nur teilweise nach. Die Mithilfe des Gemeindebauhofs wurde zugesagt, von einer finanziellen Förderung wird aber abgesehen. Dieser Beschluss erging bei Gegenstimme des zweiten Bürgermeisters Martin Reinhard.

    Die bisher in Aussicht gestellten Zuschüsse sind viel zu niedrig

    Nach dem Sachstand bei der geplanten Generalsanierung des Kindergartens fragte Thomas Bauswein. Hierzu stellte Bürgermeister Laudenbach fest, dass man erst eine höhere  öffentliche Förderung des Vorhabens brauche. Die bisher in Aussicht gestellten Zuschüsse seien viel zu niedrig in anbetracht der stets sehr begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde. Auf das Problem habe er jüngst auch Landtags-Vizepräsidentin Ilse Aigner bei ihrem Besuch angesprochen. In Kontakt sei man ebenso mit den Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib und Manfred Ländner, sowie mit der Regierung von Unterfranken.

    Die schwierigen Sichtverhältnisse an der Einmündung der Weingartenstraße in die Straße nach Zeubelried und der Wunsch nach einem Spiegel waren seit Jahren Thema im Gemeinderat. In dieser Sache scheint sich nun endlich Bewegung abzuzeichnen. Wie Bürgermeister Laudenbach bekanntgab, sei die Straßenbaubehörde nun mit der Anbringung eines Spiegels einverstanden, wenn dies auf einem gemeindlichen Grundstück geschehe.

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