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    Würzburg

    Warum eine Würzburgerin Kindern und Alten in Sambia hilft

    Neben seiner atemberaubenden Natur ist der afrikanische Staat Sambia vor allem von Hunger und Armut geprägt. Eine Würzburgerin nimmt sich des Problems an.
    Anita Bartsch, Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Sambia e. V., unterstützt Waisenkinder in Sambia finanziell bei ihrer schulischen sowie beruflichen Ausbildung. Foto: Anita Bartsch

    Der afrikanische Staat Sambia liegt auf einem Plateau, mehr als 1 000 Meter über dem Meeresspiegel. Deshalb ist das Land auch für seine zahlreichen Wasserfälle, wie etwa die Victoriafälle bekannt. Doch es gibt neben der hellen auch eine dunkle Seite: Wie viele andere Staaten der Region ist auch Sambia von großer Armut und Hungersnot betroffen. Die Zahl an Aids-Fällen ist außerdem immens, was etwa die Hälfte der sieben- bis 14-jährigen dazu zwingt, nach dem Tod der Eltern die Familie zu versorgen.

    Der gemeinnützige Verein S.A.m.b.i.A e. V. (Schulische Ausbildung mit beruflich individueller Ausrichtung) hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Aids-Waisen sowohl die schulische als auch die berufliche Ausbildung zu finanzieren. Nachdem die Würzburgerin Anita Bartsch von einer Rundreise quer durch das afrikanische Land zurückkehrte, gründete sie den Verein im Oktober 2013. "Ich habe Menschen in allerärmsten Verhältnissen hautnah miterlebt. Danach stand für mich fest, dass ich helfen muss", erklärt Bartsch, die bereits für 124 Waisenkinder aus St. Kalemba  im Norden des Landes Paten-Eltern in Deutschland finden konnte. 

    Weitere Paten-Eltern werden noch gesucht 

    Diese kommen für die Schulgebühr, die Uniform und die Schulausstattung auf. Weitere 95 Kinder können noch immer nicht zur Schule gehen und und sollen noch vermittelt werden. Mit dem erfolgreichen Schulabschluss in der zwölften Klasse endet die Patenschaft, welche mit einem Jahresbetrag von 240 Euro verbunden ist. Mit ihrem Team reist Anita Bartsch jedes Jahr nach Sambia, um die Kinder zu besuchen und Briefe zwischen ihnen und ihren Paten-Eltern auszutauschen. Außerdem spricht sie mit den Lehrern vor Ort und lässt sich die Zeugnisse der Schüler zeigen. So möchte sie den Paten-Eltern gegenüber  größtmögliche Transparenz für die Finanzierung schaffen. 

    Auch weitere Projekte wie etwa die Finanzierung eines regelmäßigen Schulfrühstücks, eine Nähschule bei der die Lehrlinge nach erfolgreichem Abschluss eine Nähmaschine für ein eigenes Gewerbe erhalten, oder die ,Altenspeisung´, bei der älteren und gebrechlichen Menschen am Rande der Gesellschaft geholfen wird, hat der Verein ins Leben gerufen. Außerdem bauen und renovieren die Ehrenamtlichen, soweit es ihre finanziellen Mittel zulassen, baufällige Schulgebäude, Brunnen für sauberes Wasser und eine Mühle zum Mahlen des Getreides. Den Menschen wolle man so Hoffnung auf eine kleine Chance im Leben geben, sagt Anita Bartsch. 

    Kontaktdaten:
    Auf der Homepage des Vereins, www.sambia-ev.de, können Spenden entrichtet, sowie Patenschaften übernommen werden. 
    Telefon: +49 (0) 9349 92 95 65, E-Mail: info@sambia-ev.de

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