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    Waldbüttelbrunn

    Warum keine gesunden Bäume gefällt werden

    Die vor mehreren Jahren gepflanzten Bäume in der Höchberger Straße werden vorerst nicht gefällt, sondern beschnitten, so ein Bechluss des Waldbüttelbrunner Gemeinderates. Foto: Matthias Ernst

    Da war sich der Gemeinderat einig. Anders als von der Verwaltung vorgeschlagen sollen die Bäume in der Höchberger Straße nicht gefällt werden. Die Bäume seien deutlich zu groß und hängen bereits in Privatgrundstücke über, so der Sachvortrag. Trotz regelmäßigem Rückschnitt der Bäume, werden immer wieder Beschwerden der Eigentümer der angrenzenden Grundstücke an die Gemeinde gerichtet, erläuterte stellvertretender Bürgermeister Alois Bärmann (CSU), der den Bürgermeister Klaus Schmidt (SPD) in der Gemeinderatssitzung vertrat.

    Nach Ansicht der Verwaltung sollten sieben bestehende Bäume entfernt werden und durch besser geeignete Bäume (Säulenhainbuchen) ersetzt werden. Was in 20 Jahren gewachsen ist, soll durch Neupflanzungen ersetzt werden, das leuchtete keinem der Gemeinderäte ein. Besser sei ein fachgerechter Schnitt, um den Laubfall in private Grundstücke zu vermindern. Ganz ausschließen lasse sich der Laubfall nicht, aber nach Ansicht der Ratsmitglieder müssen die Anlieger mit diesem Problem lösen.

    Dammwild-Gehege darf gebaut werden

    Die Alternative, keine Bäume mehr, wollte niemand haben und das quer durch alle Fraktionen. Es sei in der heutigen Zeit nicht vermittelbar, dass gesunde Bäume gefällt werden, um dafür neue, kleinere zu setzen. Für die Kosten dieser Maßnahme – man rechnet mit 1500 Euro je Baum – könne man viel Baumpflege betreiben, hieß es einmütig.

    Dafür wurde ebenfalls einstimmig die Einreichung der Berufung gegen das Urteil zur Klage gegen die Errichtung eines Dammwild-Geheges auf Waldbüttelbrunner Gemarkung abgelehnt. Der Gemeinderat hatte in seinen Sitzungen am 23. Januar 2017 und am 16. Oktober 2017 dem Vorhaben nicht zugestimmt. Nach Änderung der Pläne durch den Bauherrn teilte das Landratsamt Würzburg am 28. Februar mit, dass das Vorhaben nun genehmigungsfähig ist, da für dieses eine Privilegierung besteht und sonst keine Einwände gegen das Bauvorhaben geltend gemacht werden können.

    Nachdem der Gemeinderat auch in seiner Sitzung am 8. April dem Vorhaben nicht zugestimmt hatte, wurde mit Bescheid vom 25. April die Baugenehmigung vom Landratsamt Würzburg erteilt und das gemeindliche Einvernehmen ersetzt. Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 20. Mai daraufhin mehrheitlich entschieden, gegen diese Baugenehmigung Klage einzureichen, obwohl keine Erfolgsaussichten seitens des gemeindlichen Rechtsanwalts signalisiert worden war. Er behielt recht, denn das Verwaltungsgericht Würzburg wies die Klage ab. Damit kann das Gehege nun errichtet werden, auch wenn der Gemeinderat weiterhin ablehnend gegenüber steht und die nachträgliche Genehmigung eines Schwarzbaus nicht gutheißt.

    Waldbüttelbrunner übernehmen Tätigkeiten des Standesamts Kist

    Einstimmig zugestimmt wurde der Übernahme der Tätigkeiten des Standesamtes Kist durch die Gemeinde Waldbüttelbrunn. Damit wächst die Zuständigkeit der Waldbüttelbrunner auf rund 18 000 Einwohner, denn neben Kist und Waldbüttelbrunn betreut das Standesamt bereits seit einiger Zeit auch die Aufgaben der Gemeinden Eisingen, Waldbrunn, und Neubrunn.

    Zurückgestellt wurde der Beschluss über die Ersterschließung der Straßen Am Ahlbach und Hirtenäcker. Wie berichtet, müsste, um Straßenerschießungsbeiträge von den Anliegern erheben zu können, die jeweilige Maßnahme bis Ende Januar 2021 abgerechnet sein. Bereits im April dieses Jahres hatte der Gemeinderat Bürgermeister Schmidt aufgefordert bei den Anliegern deren Wünsche zu erfragen. Nachdem bis zur Oktobersitzung keine Nachfrage erfolgt war, soll dies jetzt bis zur Novembersitzung nachgeholt werden.

    Bearbeitet von Matthias Ernst

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