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    Würzburg

    Was Firmengründer in Würzburg wirklich wollen

    Wer ein Unternehmen gründet, braucht Geld - und viele Informationen. Unser Symbolbild entstand auf einer Gründermesse in Würzburg. Foto: IHK

    Unabhängigkeit – darum geht es den Würzburger Gründern vorwiegend beim Schritt in die Selbstständigkeit. Sie möchten ihr eigener Chef sein und etwas Eigenes aufbauen. Das geht aus einer Studie der Commerzbank hervor, die im Hinblick auf die „Gründerwoche Deutschland“ vom 18. bis zum 24. November am Freitag in Würzburg vorgestellt wurde.

    Wie die Studie entstanden ist

    Erstmals widmet sich die Studie ausschließlich Gründern. Vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos waren dazu bundesweit 3000 Freiberufler, Handwerker und Gewerbetreibende befragt worden, die sich in den vergangenen sechs Jahren selbstständig gemacht haben. 50 von ihnen stammen aus Würzburg.

    „Gründer sind für die deutsche Wirtschaft extrem wichtig. Gründer schaffen Arbeitsplätze, Gründer schaffen Innovationen“, betonte Manuel Durlak, Leiter Unternehmerkunden der Niederlassung in Würzburg, bei der Vorstellung der Studie am Freitag in Würzburg. Vor diesem Hintergrund unterstützt die Commerzbank den Start in die Selbstständigkeit mit einem „Gründer-Paket“, das beispielsweise ein vergünstigtes Geschäftskonto beinhaltet.

    Die Finanzierung ist für die meisten Gründer zunächst allerdings das geringere Problem: Die größte Herausforderung bei der Gründung sehen sie in der Bürokratie – und holen den Steuerberater zu Hilfe. Bei der Finanzierung greifen vier von fünf Gründern in Würzburg auf Eigenkapital zurück, so die Studie.

    42 Prozent starten mit weniger als 20 000 Euro in die Selbstständigkeit. Bei mehr als der Hälfte der Gründer ist das Startkapital allerdings bereits innerhalb der ersten sechs Monate aufgebraucht. „Es ist sinnvoll, schon frühzeitig Alternativen zu prüfen und auf seine Bank zuzugehen“, empfiehlt Stefan Hecht, Niederlassungsleiter Privat- und Unternehmerkunden der Würzburger Commerzbank.

    Wie gründerfreundlich Würzburg offenbar ist

    Alles in allem bewerten knapp drei Viertel der Befragten Würzburg als gründerfreundliche Stadt. Vier von fünf Gründern haben den Sprung in die Selbstständigkeit bislang nicht bereut. Ihre Sorge bei der Weiterentwicklung ihres eigenen Unternehmens gilt dem Fachkräftemangel.

    Ein Problem, das die Commerzbank in Würzburg nach Aussage ihrer Vertreter selbst gut kennt: Obwohl im September bekannt wurde, dass das Geldhaus bundesweit 4300 Stellen abbauen will, ringt auch die Würzburger Niederlassung um qualifizierte neue Mitarbeiter. Zum Ausmaß des Stellenabbaus in Franken wollte sich die Bank am Freitag auf Anfrage im Detail nicht äußern.

    Magdalena Rössig

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