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    Würzburg

    Weber: Keine Unterstützung der Würzburger Liste für Schuchardt

    Übt scharfe Kritik am amtierenden Würzburger OB Christian Schuchardt: Würzburger-Liste-Fraktionschef Jürgen Weber. Foto: Thomas Obermeier

    Wer die Sitzungen des Würzburger Stadtrates verfolgt hat, konnte es wohl schon ahnen: Bei der Würzburger Liste (WL) hat Oberbürgermeister Christian Schuchardt keine Fans. Genauer gesagt: keine Fans mehr. Denn bei der Kommunalwahl 2014 war Schuchardt auch Kandidat der WL gewesen, die den damaligen Stadtkämmerer gemeinsam mit FDP und CSU nominierte. Das kommt für die WL für die Wahl am 15. März 2020 nicht mehr infrage.

    Die Unterstützung der Wählervereinigung für Schuchardt ist längst teils heftiger Kritik gewichen. WL-Fraktionschef Jürgen Weber, von 1990 bis 2002 selbst Würzburger OB, hat vor allem für die Amtsführung Schuchardts wenig übrig: "Er versteht sich doch mehr als Moderator der Referenten." Entscheidungen würden hinausgezögert, sagt Weber, und beschwert sich gegenüber dieser Redaktion über den nach seiner Meinung schleppenden  Fortgang beim Wohnungs- und Krippenbau, beim Bau der Straßenbahntrasse in Grombühl und bei der Beschaffung von Elektrobussen. 

    "Ich höre oft 'morgen" und vermisse das Wort 'jetzt'", so Weber, der sich auf Nachfrage nicht festlegen wollte, ob die WL möglicherweise einen anderen Kandidaten unterstützt. 

    Im Rennen sind als OB-Bewerber derzeit Martin Heilig (Grüne), Kerstin Westphal (SPD) und Sebastian Roth (Linke). Christian Schuchardt soll am 28. September als Kandidat von FDP, Bürgerforum und CSU auf drei aufeinanderfolgenden Versammlungen nominiert werden.

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