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    Zellerau

    Weibersitzung der CFZ: Wenn Männer tanzen und Frauen feiern

    Die älteste Weibersitzung stieg am Donnerstag im Gemeindezentrum Heilig Kreuz bei den Carneval Freunden Zellerau. Dort feiertem ein paar hundert Frauen den Beginn der heißen Phase der Session.
    Die älteste Weibersitzung stieg am Donnerstag im Gemeindezentrum Heilig Kreuz bei den Carneval Freunden Zellerau. Dort feiertem ein paar hundert Frauen den Beginn der heißen Phase der Session. Foto: Patty Varasano

    Tüchtige Matrosen, hungrige Kannibalen, lustige Kostüme und knackige Männerballetts – bei der Weibersitzung der Carneval-Freunde Zellerau (CFZ) im Gemeindezentrum Heilig Kreuz gab es für die Würzburger Närrinnen wieder einiges zu erleben.

    Passend zum 44. Jubiläum präsentierten sich die Carneval-Freunde um Sitzungspräsidentin Steffi Beck und Gesellschaftspräsidentin Isolde Kutscheidt in neuem Glanz: Zur diesjährigen Session gab es ein neues Bühnenbild und im Foyer einen roten Teppich, der für waschechte Gala-Atmosphäre sorgte.

    Los ging's mit den beiden Jungmariechen Zoe und Nika, die Aktivengarde der TSG Veitshöchheim präsentierte einen schwungvollen Gardetanz und beim Schautanz der Jugend und Junioren der CFZ gab es von "Die Schöne und das Biest" bis "Cats" verschiedene Musicalklassiker. Anschließend entführten die Saloondamen und Cowboys der Aktiven der CFZ und des TSG Veitshöchheim in den Wilden Westen. Sie hatten diese Session ihren Showtanz zusammen einstudiert.

     

    Matrosen, Kannibalen und Superhelden im Männerballett

     

    Der Abend war außerdem gespickt mit zahlreichen Männerballetts aus der Region. Den Anfang machten die Herren aus Rottendorf mit ihrem "Battle: Hip-Hop vs. Schlager". Spätestens nach Klassikern wie "Ein Bett im Kornfeld" oder "Im Wagen vor mir" stand der Sieger eindeutig fest.

    Das Männerballett Kist führte dann auf hohe See und zeigte tüchtige Matrosen bei der Arbeit. Auch die Männer aus Leinach setzten auf den Charme von fleißigen Seemännern und Traumschiff-Kapitänen und machten sich auf zur Kreuzfahrt ins Glück. Das Beste vom "King of Pop" zeigten "Jackson's Eleven" aus Greussenheim.

    Wild zu ging es dann beim Männerballett Thüngersheim. Die Jungs zeigte mit einem aufwendigen Bühnenbild und ausgefallenen Kostümen die Abenteuer zweier hilfloser Forscher in den Fängen hungriger Kannibalen. Ebenfalls in wilde Zeiten entführten die Männer vom Veitshöchheimer Carneval Club. Mit ihrer Zeitreise in die 90er Jahre und fetziger Popmusik brachten sie den ganzen Saal zum Mittanzen.

    Der Saal war gut gefüllt und anlässlich des 44. Jubiläums gab es ein neues Bühnenbild.
    Der Saal war gut gefüllt und anlässlich des 44. Jubiläums gab es ein neues Bühnenbild. Foto: Patty Varasano

    Auch die trinkwütigen Piraten des Männerballetts der Gastgeber durften wieder zeigen, was sie können, und begaben sich in gefährliche Gewässer. Zur Ganovenjagd riefen dann die Polizisten des Männerballettes Himmelstadt und flogen als Superhelden akrobatisch über die Bühne.

     

    Von monströsen Frauen und ängstlichen Männern

     

    In der Bütt hatten die Carneval-Freunde dieses Jahr einen besonderen Gast. Der Fürther Stand-Up-Comedian Berhane Berhane feierte seine Premiere im Würzburger Karneval. Berhane erzählte von rassistischen Zollkontrollen und zeigte, wie man für ein gehörloses Publikum Schlagersongs in Gebärdensprache interpretieren könnte.

    Ines Procter, Hausfrau im zunehmenden Alter, plauderte aus dem Nähkästchen über den Alltag mit ihrem Ehemann. Dieser ist Brite, und so hofft sie, dass sich das Problem nach dem Brexit bald von selbst erledigt hat. Natürliche durfte später auch die männliche Gegenseite zu Wort kommen, doch Franz Besolds Antwort fiel dann eher kleinlaut aus, denn er hatte vor allem eins: Angst vor seiner Frau.

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