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    Würzburg

    Weinparade: Schöppeln im Schatten der Marienkapelle

    Noch mitten im Aufbau der Weinparade (von links): Frank Kulinna (Juliusspital-Weinstuben), Kurt Schubert (Ratskeller-Wirt und Vorsitzender des Vereins Würzburger Festwirte) und Andreas Korger (Greifenstein's Weinlauben und Schriftführer des Vereins). Foto: Ernst Lauterbach

    Auch wenn die Tage langsam wieder kürzer werden, der Festreigen in der Stadt ist noch nicht an seinem Ende angekommen. Ganz im Gegenteil: Zwischen 50 000 und 70 000 Besucher erwartet der Verein Würzburger Festwirte zur Weinparade, die an diesem Donnerstag um 17 Uhr am Obelisken am unteren Markt offiziell eröffnet wird.

    Bei einem Pressegespräch im Ratskeller berichtete Vereinsvorsitzender und Ratskeller-Wirt Kurt Schubert, was die Gäste erwarten wird: Der Montag auf der Weinparade ist ein "Rosenmontag" für die weiblichen Gäste. "Wer einen Schoppen bestellt, bekommt eine Rose geschenkt", verriet der Vorsitzende des Vereins Würzburger Festwirte. Am Dienstag von 14 bis 17 Uhr ist Seniorennachmittag und abends dann "Prinzessinnenabend" mit Weinhoheiten aus fränkischen Landen, die auf dem Fest unterwegs sind und für Fotos und Gespräche zur Verfügung stehen.

    Der Mittwoch ist Studententag mit günstigen Preisen

    Der Mittwoch schließlich ist Studententag. Wer eine Immatrikulationsbescheinigung einer Würzburger Hochschule vorweisen kann, bekommt auf dem Weinfest Schoppenweine und auch Bocksbeutel zu einem attraktiven Preis, kündigte der  Ratskeller-Wirt an. "Da können die neuen Studenten erste Kontakte zum Bocksbeutel knüpfen", schmunzelte er.

    Alle Weine, vom "normalen" Schoppen bis hin zu Ersten Lagen oder Großen Gewächsen gibt es nicht nur in Flaschen, sondern auch als 0,1 Liter im Glas. "Die Weinparade heißt nicht nur wegen des ersten Veranstaltungsortes am Paradeplatz so, sondern auch weil wir hier alle Würzburger Weingüter zusammen und nebeneinander präsentieren wollen", erklärte Schubert. Auch die Bowlen jeglicher Variation und Geschmacksrichtung werde es wieder geben. In diesem Jahr erstmals mit Trinkhalmen aus Stärke und nicht mehr aus Kunststoff.

    Jeder Stand hat eine eigene Küche und Richtung

    Aber es gibt nicht nur etwas zum Trinken, auch das Essen nimmt einen hohen Stellenwert ein. "Jeder Stand hat eine eigene Küche und eine eigene Richtung", so der Vereinsvorsitzende. Bei dem einen gebe es mehr Wild und Fisch, zum Bespiel Spareribs vom Wildschwein oder ein dreigängiges "Parademenü", der andere wiederum habe mit Fleischküchle und Linsensuppe mehr Fränkisches auf der Speisekarte und beim Metzgermeister gebe es Würste und Braten. "Jeder will den anderen ausstechen."

    Den günstigsten Schoppen gibt es ab 4,50 Euro. "Billiger geht es nicht", sagte Schubert. "Wir müssen Platzmiete zahlen, den Stromanschluss, die Küchen und das Abwasser." Andreas Korger, Schriftführer des Vereins und Wirt der Greifenstein's Weinlauben, fügte hinzu: "Die Auflagen sind bei uns fast noch strenger als im festen Restaurant." Dabei lobten die Wirte die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen bei der Stadt. "Das muss man auch mal sagen", meinte Schubert.

    Sicherheitskonzepte für stürmisches Wetter

    Auch was die Sicherheit betreffe sei man für alles gerüstet. So gebe es Sicherheitskonzepte, wie man auf stürmisches Wetter, bei Feuer oder Terror reagieren müsse. Es gebe ein von Korger entwickeltes Hand-Out für alle Beteiligten,das von sechs Seiten vor zehn Jahren auf mittlerweile 40 Seiten angewachsen sei und mittlerweile auch bei Festen in anderen Städten Verwendung fände. 

    Geöffnet ist das Fest ab 11 Uhr vormittags. Freitags und samstags bis 23.30 Uhr, Sonntag bis Donnerstag bis 23 Uhr und am letzten Sonntag, 1. September, bis 22 Uhr. 

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