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    Uettingen

    Wettmelken, Linedance und Hufeisenschmieden

    Gar nicht so einfach: Eine Kuh zu melken will gelernt sein - selbst wenn es nur eine Attrappe ist. Foto: Mechtild Buck

    Wettmelken oder Bogenschießen, Goldwaschen oder Hufeisenschmieden, Linedance, Ponyreiten, Planwagenfahrten oder einfach nur die Wildwest-Stimmung genießen – beim Country- und Weidefest des Uettinger Countryclubs "Spirit of Wild West" ging es am Wochenende nicht nur temperaturbedingt heiß her.

    Wie schon in den vergangenen Jahren hatten sich zahlreiche Wildwest-Freunde rund um die Pfeuffer-Mühle eingefunden. Die Besucher kamen vor allem aus dem Landkreis Main-Spessart und aus den umliegenden Ortschaften. 40 Pferde nahmen an der Veranstaltung teil und 25 Wildwest-Fans hatten sich als Camper auf dem Gelände niedergelassen. Für diese gab es am Sonntagmorgen das klassische Cowboy-Frühstück: Eier und Speck.

    Ein besonderer Spaß war der sechste Uettinger Melkwettbewerb, der an einer Kuh-Attrappe durchgeführt wurde. Sieger wurde Thomas Lösch, den zweiten Platz errang Norbert Klüpfel und den dritten Platz ermolk sich die Jugendliche Franziska Kaiser. Den Preis für den ersten Platz, eine Planwagenfahrt, stellte der erwachsene Sieger der Drittplatzierten zur Verfügung. Die beiden erwachsenen Erst- und Zweitplatzierten teilten sich die Gewinne für den zweiten und dritten Platz: Milch und Verzehrgutscheine.

    Viel Anklang fand die Mühlen-Rallye, die die Besitzerin der Pfeuffer-Mühle, Petra Pfeuffer, organisiert hatte. Die Teilnehmer mussten einen Fragebogen zur Pfeuffer-Mühle ausfüllen und abgeben. Unter den Einreichungen wurden Preise in Höhe von insgesamt über 500 Euro verlost.

    Für viel Begeisterung bei den Kindern sorgte das erstmalig angebotene Goldwaschen. Im "Little Cowboy Saloon" konnten die Kinder sich schminken lassen und auf kleinen Satteln Milchshakes und andere Erfrischungsgetränke genießen. Wer sein eigenes Hufeisen schmieden wollte, konnte das mit fachmännischer Unterstützung selbst übernehmen. Eine Besonderheit für die erwachsenen Gäste war die "Yukon Bar", in der von Vereinsmitgliedern selbst angesetzte Spezialitäten wie Black Coffee oder Rocky Mountain Moonshine ausgeschenkt wurden.

    Neben dem aktiven Unterhaltungsprogramm wurden einige Vorführungen und Shows angeboten: So demonstrierte Anke Kuhn die Physio-Livebehandlung am Pferd, Jessica und Chiara zeigten mit Sunny und Lucy eine Freiheitsdressur/Zirzensik und Reiten mit Halsring. Birgit Schätzlein führte die Show  "Elsa im Wilden Westen" auf, Alena Zahn zeigte mit Aramis und James eine Vorführung zu Doppellonge und Zirkuslektionen und der Waldbüttelbrunner Hundeverein führte Agility, Longieren und Obedience vor.

    Für musikalische Westernstimmung sorgten am Samstagabend die Flat Iron Band und am Sonntag das Cardets Duo.

    "Dieses Jahr war die Stimmung total klasse und die Motivation der Helfer war überragend", freute sich Townchief Tom (Thomas Sparfeld). "Vielen Dank an alle Helfer und Akteure, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Das Besondere an Uettingen ist der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde: Wir sind wie immer von allen Vereinen und Firmen tatkräftig unterstützt worden." Das Fest findet in einem zweijährigen Turnus statt und steht auch für 2021 wieder auf dem Vereins-Terminplan.

    Im Rahmen der Veranstaltung übergab Sparfeld eine Spende in Höhe von 999 Euro an die Evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Diakonie Würzburg. Neun Kinder der Einrichtung waren auf Einladung des Vereins zu dem Fest gekommen und hatten dabei Speisen, Getränke und die Teilnahme an den verschiedenen Angeboten frei.

    Schon im Vorfeld des Festes hatten sich viele Schatzsucher tagelang auf die Suche nach einer bei einem Postkutschenüberfall gestohlenen Schatzkiste mit den Jahreseinnahmen des Vereins gemacht. Am Samstagabend hatte eine Altenpflegerin der Diakonie die Kiste endlich im Räuberlager im Wald nördlich von Uettingen gefunden und den Fund vollständig zurückgegeben. Als Finderlohn erhielt sie ein 30-Liter Fass mit Bier.

    Auch beim Country- und Weidefest gilt: Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist. Foto: Mechtild Buck
    Musik wie im Wilden Westen: Beim Linedance kamen die Tänzer ganz schön ins Schwitzen. Foto: Mechtild Buck

    Bearbeitet von Mechtild Buck

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