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    Würzburg

    Wie Bauhöfe fit für die Zukunft gemacht werden können

    Die Bürgermeister aus dem Würzburger Norden haben vom Amt für ländliche Entwicklung Förderbescheide erhalten. Im Bild (von links) Bürgermeister Alois Fischer (Unterpleichfeld), Bürgermeister Burkard Losert (Rimpar), Bürgermeisterin Klara Schömig (Güntersleben), Bürgermeisterin Martina Rottmann (Oberpleichfeld), Bürgermeisterin Rosi Schraud (Estenfeld), Bürgermeister Andreas Hoßmann (Eisenheim), Bürgermeister Konrad Schlier (Bergtheim), Bürgermeisterin Birgit Börger (Prosselsheim), Christel Haupt von Heyder & Partner, Otto Waldmann ALE Unterfranken und Bürgermeister Bernd Schraud (Hausen bei Würzburg). Foto: Lilienbecker

    Gleich zwei Förderbescheide von 71 400 Euro und 35 700 Euro haben zehn Bürgermeister aus dem Würzburger Norden vom Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken erhalten. Neben der Fortsetzung der Umsetzungsbegleitung kann nun mit der Arbeit an einem Kooperationskonzept speziell für die Bauhöfe begonnen werden. Letzteres wird gefördert, „da wir damit die interkommunale Zusammenarbeit stärken und die Kommunen durch Kosteneinsparungen entlasten wollen“, erläuterte laut einer Pressemitteilung Baudirektor Otto Waldmann bei der offiziellen Übergabe der Förderbescheide vor dem Rathaus in Güntersleben.

    Ziel des Bauhofkonzeptes ist es, zunächst eine Basisanalyse pro Bauhof vorzunehmen und dann Vorschläge für die Optimierung und die zukünftige Zusammenarbeit der Bauhöfe zu machen. Mit der Erarbeitung ist Christel Haupt von der Kommunalberatungsfirma Heyder & Partner mit Hauptsitz in Tübingen beauftragt, die bereits mehr als 120 Bauhöfe bundesweit untersucht hat. Die kommenden Wochen will die Expertin nutzen, um Daten und Fakten aller zehn Bauhöfe auszuwerten sowie Gespräche mit den Bauhofleitern und Mitarbeitern der Verwaltung zu führen. Ein Zwischenstand der Ergebnisse soll im Herbst vorliegen.

    „Insbesondere für die kleineren Bauhöfe mit nur wenigen Mitarbeitern ist es heutzutage schwer, die Aufgaben und Anforderungen zu bewältigen“, machten die Gemeindechefs deutlich und Bürgermeister Andreas Hoßmann aus Eisenheim verwies in diesem Zusammenhang auf den Fachkräftemangel, der auch bei den Kommunen bereits deutlich zu spüren ist: „Meine größte Sorge ist, dass ich in Zukunft kein Fachpersonal für die Wasserversorgung habe.“ Für die kleineren Gemeinden könnte daher eine gemeinsame Aufgabenerledigung als zukünftiger Lösungsansatz in Frage kommen oder sogar ein gemeinsamer Bauhof Sinn machen, wurde zum Hintergrund des Kooperationskonzeptes ausgeführt.

    Für die größeren Gemeinden wie etwa Estenfeld spielt auch eine Analyse der Fremdvergaben eine Rolle, um bestimmte Aufgaben kostengünstiger selbst erledigen zu können oder die vorhandenen Maschinen und Mitarbeiter noch gezielter einzusetzen, erklärte Bürgermeisterin Rosi Schraud. Der Bürgermeister von Rimpar, Burkard Losert, sieht Ansätze zur Optimierung in der Organisationsstruktur und dass sich die Betriebsabläufe im Organigramm entsprechend widerspiegeln müssen. Für Konrad Schlier aus Bergtheim hingegen ist an der Analyse auch wichtig, „gegenüber dem Gemeinderat dokumentieren zu können, dass unser Bauhof bereits viele Arbeiten macht und ausgelastet ist.“

    Bearbeitet von Lena Berger

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