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    Würzburg

    Wie Würzburg am Wochenende die Vielfalt feierte

    Beim Frühling international im alten Landesgartenschaugelände konnten Besucher hautnah andere Kulturen und ihre Traditionen kennenlernen. Foto: Silvia Gralla

    Börek mit Fleisch- und Spinat-Käse-Füllung, Cevapcici, Baklava und Ahmedija oder doch lieber kleine Hähnchenkeulen, Jollef Reis mit Bohnensoße oder süßen Krapfen mit dem Namen Bofrods? Wer möchte, konnte am Sonntag von allem etwas probieren.

    Beim Frühling international im alten Landesgartenschaugelände hatten Besucher die Möglichkeit, sich durch Leckerbissen aus aller Herren Länder zu schlemmen – und nicht nur das. "Dieses sich Kennenlernen ist ein Fest für uns", sagte Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei seiner Begrüßungsrede.

    Bei der Veranstaltung konnte man sich am Sonntag durch Leckerbissen aus aller Herren Länder schlemmen. Foto: Silvia Gralla
    "Dieses sich Kennenlernen ist ein Fest für uns."
    Oberbürgermeister Christian Schuchardt

    Am Stand der Initiative für Afrika wurdegetrommelt, getanzt und Taschen und Schmuck angeboten, Mitglieder der Gemeinschaft Sant'Egidio schrieben auf Wunsch Namen und Lieblingswörter in armenischer und kyrillischer Schrift. Aus dem innen mit bunten Tüchern verkleideten Pavillon der indischen Gesellschaft Würzburg duftete es nach indischen Snacks wie Samosa und Pakora. Bollywood-Tänze, Irish folk sessions, Danaya Zumba, Geschichten vom Rübezahl sind nur einige der vielen Vorführungen, die an diesem Nachmittag stattfanden.

    Für mehr Wahlbeteiligung

    Anlässlich des Europatags am 9. Mai stand der Platz vor der neu eröffneten Umweltstation ganz im Zeichen dieses Bündnisses. Der Oldtimer-Doppeldeckerbus aus dem Jahr 1976 mit dem Namen Europabus tourt derzeit durch Bayern, um vor allem junge Wähler von der Stimmabgabe bei der Europawahl zu überzeugen. "Bei den Erst- und Zweitwählern liegt die mit Abstand geringste Wahlbeteiligung vor, obwohl diese Generationen von allen Wählern noch die längste Zeit in der europäischen Union vor sich haben und in der EU groß geworden sind. Das ist skurril", sagte Franz-Josef Möller, der als Freiwilliger die Kampagne begleitet.

    Neben Informationsmaterial stellte der Europabus einen analogen Wahl-O-Mat vor, bei dem sich die Besucher mittels roter und grüner Sticker zu europäischen Themen wie Bürgerentscheide, Seenotrettung oder auch Ehe für alle positionieren konnten. Eine Maschine ermittelte danach Übereinstimmungen mit politischen Parteien.

    Der Oldtimer-Doppeldeckerbus aus dem Jahr 1976 mit dem Namen Europabus tourt derzeit durch Bayern, um vor allem junge Wähler von der Stimmabgabe bei der Europawahl zu überzeugen. Foto: Silvia Gralla

    Das Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt hatte eine analoge Twitterwand aufgebaut, bei dem die Besucher einen handschriftlichen Tweet (Beitrag) zum Thema "Für die EU will ich…" verfassen konnten. "Wir wünschen uns Zusammenhalt in der Europäischen Union", sagte Pascal Mader, stellvertretender Vorstand des Stadtjugendwerks Würzburg. Die Beiträge der Besucher wolle man auch als Anregungen für das eigene Kursprogramm nehmen.

    Musik aus verschiedenen Kulturen

    Für die kleinen Besucher stand bei Pulse of Europe ein Europapuzzle bereit. Eine Station weiter tanzten junge Erwachsene der Europäischen Initiative "Europäischer Solidaritätskorps" einen Flash-Mob zu Musik aus verschiedenen Kulturen.

    Auch der Tanz stand auf dem Programm der zahlreichen Vereine, Organisationen und Kreativen. Foto: Silvia Gralla

    20 internationale Freiwillige engagieren sich über dieses Projekt in Würzburg und arbeiten in sozialen Einrichtungen. Manuela Dillenz, Koordinatorin des Programms von der Jugendbildungsstätte Unterfranken: "Es geht um Europa und den Frieden in Europa. Wenn ich in einem Land gelebt habe, werde ich gegen die Menschen dort keinen Krieg führen wollen."

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