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    EIBELSTADT

    Wie der Kapitän der „Nixe“ den Großeinsatz erlebte

    Eine defekte Lichtmaschine auf der alten Ochsenfurter Mainfähre „Nixe“ war der Auslöser für den Großeinsatz am vergangenen Wochenende. Das erklärten die Wasserschutzpolizei und der Kapitän des Ausflugsschiffs, Wolfgang Hohm, am Montagvormittag. Am späten Samstagabend war die „Nixe“ infolge eines Stromausfalls bei Eibelstadt (Lkr. Würzburg) mit 30 Passagieren an Bord zum Liegen gekommen.

    Hohm habe daraufhin die Schleuse in Randersacker (Lkr. Würzburg) verständigt, die daraufhin einen Notfallplan in Gang gesetzt hatte. Die Passagiere, die auf der „Nixe“ einen Geburtstag feierten, seien aber zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, betont der Kapitän. Entgegen anderslautender Darstellungen vom Sonntag habe nicht die Feuerwehr das Schiff sichern müssen: Die „Nixe“ sei schon eine Stunde vor Anker gelegen, bevor die Rettungskräfte eintrafen, sagt Hohm. Trotz allem habe unter seinen Gästen gute Stimmung geherrscht.

    Passagiere waren teilweise mit Rollator unterwegs

    Dass die „Nixe“ nicht wie ursprünglich von den Rettungskräften angedacht mithilfe von Rettungsbooten evakuiert wurde, sei wichtig gewesen, so Hohm weiter. Schließlich seien einige Passagiere gehbehindert und auf Rollatoren angewiesen gewesen. Das Umsteigen von der „Nixe“ auf ein Rettungsboot wäre für sie schwierig gewesen.

    Stattdessen hat laut Hohm schließlich „einer unserer Techniker das Schiff wieder zum Laufen gebracht“. Anschließend wurde die „Nixe“ – die allerdings weiterhin ohne Beleuchtung unterwegs war – von Booten der Feuerwehr und der Rettungsdienste zu einer Anlegestelle in Eibelstadt eskortiert, wo die Passagiere trockenen Fußes an Land gehen konnten.

    Main war zeitweise für die Schifffahrt gesperrt

    Die Einsatzkräfte „haben alles richtig gemacht“, betont unterdessen Günther Ruf vom zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Schweinfurt. „Es war dunkel, es gab einen sogenannten Blackout auf einem Passagierschiff und die Lage war ungeklärt“, so Ruf. In einem solchen Fall müsse man zunächst mit dem Schlimmsten rechnen und eine entsprechende Rettungskette in Gang setzen.

    Dass es die „Nixe“ letztendlich aus eigener Kraft ans Ufer geschafft hat, sei gut gewesen. Voraussetzung dafür sei aber gewesen, dass Begleitboote im Wasser waren und vor allem der Main während der Aktion in dem Bereich für die Schifffahrt gesperrt gewesen sei. Die Leitzentrale in Marktbreit (Lkr. Kitzingen), die die entsprechenden Schleusen betreibt, habe kein Schiff mehr durchgelassen.

    Wann die „Nixe“ wieder fährt

    Die „Nixe“ lag am Montag noch in Eibelstadt, wo sie nun repariert werden soll. „Spätestens am Donnerstag“, hofft Kapitän Hohm, „fährt sie wieder“.

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