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    Baldersheim

    Wie die Baldersheimer ihr Gemeinschaftshaus renovierten

    Die Dorfgemeinschaft Baldersheim hat ihr Geminschaftshaus renoviert und eingeweiht. Dafür gab es sogar Zuschüsse der EU.
    Wesentlicher Teil für die Förderung: Der barrierefreie Zugang mit Hilfe des angebauten Fahrstuhls Foto: Alfred Gehring

    Festlich umrahmt von den jungen Musikantinnen und Musikanten der Bläserklasse weihten die Baldersheimer ihr neues Dorfgemeinschaftshaus ein. Geistliche beider Konfessionen gaben dem neuen Dorfgemeinschaftshaus den kirchlichen Segen.

    Seit 2017 wurde das Gebäude von ehrenamtlichen Helfern entrümpelt, Fundamente mussten neu gegründet werden. Im Kellergeschoss waren Bagger aktiv, Wände wurden eingerissen, die Statik ertüchtigt indem tonnenschwere Eisenträger eingezogen wurden. Die elektrische Anlage wurde neu gemacht, Fußböden neu verlegt. Im Obergeschoss wurde ein großer Veranstaltungsraum geschaffen und mit einer Lamperie versehen. Ein Fahrstuhl wurde errichtet, um das Haus barrierefrei zu gestalten. Selbst am Wochenende wurde noch gearbeitet um das Gebäude rechtzeitig zur Einweihung fertig zu stellen.

    1,1 Millionen Euro investiert

    Rund 2.500 freiwillige Arbeitsstunden und 1,1 Millionen Euro Investitionen später konnten die Baldersheimer ihr Dorfgemeinschaftshaus fertigstellen. Es beherbergt jetzt Gruppenräume für Besprechungen und Lagermöglichkeiten, mehrere Säle in verschiedenen Größen, Lagerräume, WC-Anlagen und im Dachgeschoss einen großen Raum mit vielen Lagermöglichkeiten beispielsweise für das Baldersheimer Archiv.

    Gesangsvortrag des Planers: Felix Tannenberg (2. von rechts) und seine Mitsänger (von links) Karl Lochner, Burkhard Mitzler und Friedemann Fuchs Foto: Alfred Gehring

    Der an das Gebäude angebaute Fahrstuhl erschließt nicht nur das Dorfgemeinschaftshaus sondern kann auch genutzt werden, um die Treppen zur benachbarten Kirche zu umgehen und bildet so auch dafür einen barrierefreien Zugang.

    Gefördert mit Geldern der EU

    Bürgermeister Robert Melber blickte zurück auf den langen Werdegang des Gebäudes, dessen Sanierung mit der Dorferneuerung in Baldersheim eingeläutet wurde. Im Dorf fanden sich zahlreiche Unterstützer, die bereit waren, beim Bau mitzuhelfen. Dazu wurde mit WTJ Plan3 ein Architekturbüro gefunden, das das Konzept voranbrachte. Gefördert mit Geldern aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) konnte im Jahr 2017 mit der Baumaßnahme begonnen werden.

    Ausstellung zur Baldersheimer Dorfschule im DG des neuen Dorfgemeinschaftshauses Foto: Alfred Gehring

    Der Kreis der freiwilligen Bauhelfer grenzte sich nach und nach auf eine Kerngruppe ein, die ein Gros der Arbeiten verrichteten und die Unermüdlich aktiv waren. Insbesondere hob er das Engagement einiger besonders eifriger Helfer hervor: Otto Lörner, der Mann, der immer eine Lösung wusste, Sven Lörner, Michael Flury, der auch für die Aufzeichnungen und die Lieferscheine zuständig war und Bernd Geißendörfer, der sein eigenes landwirtschaftliches Anwesen zu einer Außenstelle des städtischen Bauhofes machte.

    Ausstelung zur Geschichte der Dorfschule

    Grußworte sprach neben Landrat Eberhard Nuß auch der MdL Manfred Ländner. Baudirektor Jürgen Eisentraut vom Amt für ländliche Entwicklung ging auf die Förderung des Projektes mit öffentlichen Mitteln ein. Alleine rund 440.000 Euro seien aus dem ELER-Programm nach Baldersheim geflossen.

    Architekt Felix Tannenberg vom Planungsbüro WTJ Plan3, hatte er seinen Vortrag musikalisch aufbereitet. Im Anschluss an die Eröffnungsfeier konnte das Gebäude besichtigt werden. Im obersten Raum gab es noch eine Ausstellung zu sehen, bei der Manfred Igers die Geschichte der Dorfschule in Baldersheim und auch Pläne aus der ursprünglichen Bauzeit des Hauses zum Ende des 19. Jahrhunderts zeigte.

    Kichlicher Segen für das neue Dorfgemeinschaftshaus durch Pfarrerin Elke Gerschütz und Pfarrer Gregor Sauer Foto: Alfred Gehring

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