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    Zellerau

    Wie die Corona-Teststrecke in Würzburg funktioniert

    Durch die Corona-Teststrecke in der Zellerau sollen zusätzliche Testkapazitäten geschaffen werden. Warum dort jedoch zu Beginn erstmal auf Sparflamme getestet wird.
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes demonstrierten am Dienstag den Ablauf eines Corona-Tests an der Teststrecke in Würzburg.
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes demonstrierten am Dienstag den Ablauf eines Corona-Tests an der Teststrecke in Würzburg. Foto: Daniel Peter

    Nach Marktheidenfeld und Kitzingen bekommt nun auch Würzburg eine Corona-Teststrecke. Ab Dienstag 14 Uhr ist die von Stadt und Landkreis auf dem Parkplatz des Vogel Convention Center (VCC) in der Zellerau gemeinsam errichtete Anlage einsatzbereit. Damit werde die Testkapazität in Würzburg weiter erhöht, so Kerstin Gressel vom Landratsamt Würzburg.

    "Nur wer einen Termin hat, wird zur Testung zugelassen"
    Kerstin Gressel vom Landratsamt Würzburg

    Zunächst wird eine der zwei Testspuren auf dem Vogel-Gelände in Betrieb genommen, sobald sich der Bedarf erhöht, steht auch in der zweiten Spur Personal bereit. Dabei werden Autofahrer am Eingang registriert und dann durch die Teststrecke in ein Zelt geleitet. Besonders wichtig dabei: "Nur wer einen Termin hat, wird zum Testen zugelassen", betont Gressel. "Personen, die nicht vom Gesundheitsamt registriert und zugeteilt sind, sollen, bei allem Verständnis für die Ängste der Menschen, nicht hierhin kommen", mahnt Gressel weiter.

    Tests aus dem Auto heraus

    Im Testbereich angekommen, müssen die zu testenden Personen zunächst ihren Personalausweis an die Scheibe ihres Autos halten. Ein Mitarbeiter des BRK, der noch durch eine Plexiglas-Vorrichtung geschützt ist, registriert diese. Dann kommt medizinisches Personal, dass mit Schutzkleidung ausgerüstet ist und führt den Test durch. Der Vorteil: Der Getestete kann im Auto sitzen bleiben und beim Personal kann zumindest teilweise Schutzkleidung gespart werden. Die entnommene Probe geht dann direkt ins Labor. 

    Der Vorgang dauert nicht länger als zwei Minuten. Theoretisch können also über 500 Tests pro Tag durchgeführt werden. Aktuell ist allerdings aufgrund von fehlendem Material noch kein Vollbetrieb möglich. Die bisherigen Tests des Gesundheitsamts, beispielsweise am Uni-Klinikum, werden weiterhin durchgeführt. Die Teststrecke auf dem Gelände der Vogel Communication Group ergänzt und schafft zusätzliche Kapazität. 

    Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Landkreis

    "Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt und des Landkreises Würzburg, des Gesundheitsamts, des BRK Würzburg und der Kassenärztlichen Vereinigung", erklärt Harald Rehmann, Leiter des Amts für Zivil- und Brandschutz der Stadt Würzburg. Beim Aufbau der Teststrecke war auch das Technische Hilfswerk (THW) beteiligt.

    "Wir haben seit zwei Wochen keinen Betrieb hier und genug Platz. Außerdem haben wir gehört, dass hier der perfekte Ort für die Teststrecke wäre", erklärte Gunther Schunk, Pressesprecher der Vogel Unternehmensgruppe. Die Stadt sei dann auf ihn zugekommen. Harald Rehmann ergänzte, dass man sich verschiedene Objekte angesehen habe. Das Grundstück sei vor allem wegen der Gebäude, die beispielsweise geeignete sanitäre Anlagen bieten, der ideale Standort.

    So sieht die Corona-Teststrecke am Parkplatz des VCC aus. 
    So sieht die Corona-Teststrecke am Parkplatz des VCC aus.  Foto: Daniel Peter
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