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    Würzburg

    Wie die Linken Fraktionsstärke im Stadtrat erreichen wollen

    Im Kreistag will die Partei etwas schaffen, das ihr bisher noch nicht gelungen ist. Beim Neujahrsempfang haben sie auch über Wohnen und Klimaschutz gesprochen.
    Das Spitzenpersonal der Linken im Kommunalwahlkampf: (v.l.n.r.): Kreisvorsitzender Viktor Grauberger (Listenplatz 4), Barbara Meyer (Platz 3), Bundestagsabgeordnete und Landratskandidatin Simone Barrientos, OB-Kandidat Sebastian Roth und Anna-Maria Dürr (Platz 2).
    Das Spitzenpersonal der Linken im Kommunalwahlkampf: (v.l.n.r.): Kreisvorsitzender Viktor Grauberger (Listenplatz 4), Barbara Meyer (Platz 3), Bundestagsabgeordnete und Landratskandidatin Simone Barrientos, OB-Kandidat Sebastian Roth und Anna-Maria Dürr (Platz 2). Foto: Patrick Wötzel

    Die Würzburger Linke geht mit Zuversicht in die Kommunalwahl am 15. März: "Wir haben das Ziel, als Fraktion in den Stadtrat einzuziehen", betonte der Kreisvorsitzende Viktor Grauberger beim Neujahrsempfang im Parteibüro in Grombühl. Eine der zentralen Forderungen im Wahlkampf ist dabei eine Quote von 50 Prozent Sozialwohnungen bei allen Neubauprojekten in der Stadt.

    Es war ein partei-interner Empfang, bei dem Landrats-Kandidatin Simone Barrientos und OB-Kandidat Sebastian Roth die Mitglieder und Kandidaten des Kreisverbands auf die heiße Phase des Wahlkampfs einschworen.

    Linke will am 15. März in den Kreistag

    Barrientos will den Menschen im Landkreis Würzburg vor allem klar machen, dass linke Themen "weder städtische Ideen noch Utopien sind, die nicht erfüllbar sind. Wir brauchen einen sozial-ökologischen Umbau, das geht nur in Stadt und Land gemeinsam." Nach dem 15. März will die Partei erstmals im Würzburger Kreistag vertreten sein: "Wir werden bei dieser Kommunalwahl Dinge schaffen, die wir bisher nicht geschafft haben", sagte die Bundestagsabgeordnete.

    Im Stadtrat will die Linke Fraktionsstärke – also mindestens drei Sitze – erreichen. Im Wahlkampf setzen OB-Kandidat Sebastian Roth und seine Mitstreiter nicht nur auf eine konsequente Verkehrswende – ein Thema, das die Linke mit mehreren anderen Parteien und Gruppierungen gemeinsam hat. "Mehr als 40 Prozent der Menschen in unserer Stadt könnten einen Anspruch auf eine Sozialwohnung geltend machen. Deswegen fordern wir eine Quote von 50 Prozent bei allen Neubauprojekten", sagte Roth.

    Linke unterstüzt "6 Jahre Mietenstopp"

    Derzeit liegt die vom Stadtrat beschlossene Quote bei 30 Prozent, beschränkt auf Wohnbau-Projekte mit mindestens 25 neuen Wohneinheiten. "Der Bedarf steigt, aber die Zahl der Sozialwohnungen ist zurückgegangen. Wir müssen den Versäumnissen der letzten Jahre entgegensteuern", betonte der vierfache Familienvater. Die Linke unterstützt auch das bayernweite Volksbegehren "6 Jahre Mietenstopp". Weder im Freistaat noch in Würzburg dürfe es mit den Mietpreisen weitergehen wie bisher: "Die Bürger brauchen bezahlbare Wohnungen, und wir Politiker sind dafür verantwortlich, ihnen das zu ermöglichen."

    "Die Bürger brauchen bezahlbare Wohnungen, und wir Politiker sind dafür verantwortlich, ihnen das zu ermöglichen."
    Sebastian Roth, Oberbürgermeister-Kandidat der Linken für Würzburg

    In Sachen Klimaschutz fordert Roth "viel mehr Grün in der Stadt" und hat außerdem im Stadtrat beantragt, alle öffentlichen Gebäude mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Außerdem müssten öffentliche Plätze so umgestaltet werden, dass sie für Menschen aller sozialen Schichten zur Verfügung stehen: "Wir brauchen mehr Möglichkeiten zum Verweilen, ohne dass man gleich einen Latte Macchiato bestellen muss."

    Öffentliche Bühnen für den Ringpark

    Im Ringpark kann sich der OB-Kandidat mehrere öffentlich zugängliche Bühnen "ohne Verstärker und ohne Beton" vorstellen. Außerdem will er sich dafür einsetzen, dass die Posthalle erst dann dem geplanten Bismarck-Quartier weichen muss, wenn ein Ersatz gefunden ist.

    Kritik übte Roth an den Parteien, die in der Nacht von Freitag auf Samstag acht Wochen vor der Wahl gleich die erste Gelegenheit genutzt und überall in der Innenstadt ihre Wahlplakate platziert haben – unter anderem am Kardinal-Faulhaber-Platz, wo FWG und Bürgerforum gleich 14 zum Teil inhaltsgleiche Plakate nebeneinander aufgehängt haben. "Das hat nichts mit einem demokratischen Wahlkampf, sondern nur mit der Besetzung von Plätzen zu tun,", sagte Roth.

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