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    Oberpleichfeld

    Wie die Oberpleichfelder ihr Fischfest meistern

    Richtig heiß geht es gewöhnlich zu im Fischstand. Die frischen Makrelen werden über dem Holzkohlen-Feuer gegrillt. Foto: Irene Konrad

    Beim Oberpleichfelder Fischfestmuss der Steckerlfisch ordentlich gewürzt sein. Und ob das so ist, probieren die Helferinnen und Helfer "mitten in der Nacht", und zwar am Freitagabend vor dem Fest. Wenn alles aufgebaut ist für den großen Ansturm. Und als Mut machende Stärkung.

    "Bevor alles richtig los geht, ist dieser erste Fisch immer der beste vom ganzen Fest", weiß Walter Kötzner. Der "Teamchef" der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bekommt zustimmendes Nicken. An den Festtagen selbst gibt es kein Ausruhen. "Ich habe immer das Gefühl, dass ich durchgehend zum Arbeiten auf dem Festplatz bin", meint Bürgermeisterin Martina Rottmann.

    230 Schichten Arbeitseinsätze sind zu besetzen. Lange Schichten - über acht bis neun Stunden. Sonst wäre der dreitägige Festbetrieb nicht zu schaffen. "Mit Zwei-Stunden-Schichten fangen wir erst gar nicht an", sagt Kötzner. Zum Glück wissen die ehrenamtlichen Helfer genau, was zu tun ist. Es ist schließlich das 28. Fischfest. Die Teams seien eingespielt. Zu 90 Prozent bleibt das Standpersonal gleich.

    Festerlös kommt örtlichen Sportverein zugute

    Dennoch, Helferinnen und Helfer werden immer gesucht. Und trotz aller Erfolge stets Verbesserungen diskutiert. Ein zweiter Stand für den Bierausschank? Ja schon, aber mit welchem Personal? Ein vierter Holzkohlengrill für die Steckerlfische? Ok. Die bewährte Bedienung an den Tischen am Sonntagmittag aufgeben? Nein, aber mit den Mädels vom Handballverein HSG Pleichach als Austrägerinnen der bestellten Essen ergänzen.

    Der Festerlös kommt dem örtlichen Sportverein zugute. Das Sportheim und der Sportplatz wollen unterhalten sein. Der Spielbetrieb des SV Oberpleichfeld kostet Geld. Sanierungen stehen an. Deswegen und natürlich zum Wohl ihrer Gäste aus nah und fern halten die Oberpleichfelder zusammen.

    Ein fester Stamm unerlässlicher Helfer beim Fischfest. Von links: Franz Olbrich, Martina Rottmann, Gregor Weißenberger und Teamchef Walter Kötzner. Foto: Irene Konrad

    Zum Glück der Festgemeinschaft gibt es Männer wie Gregor Weißenberger. Er kann Stapler fahren und ist beim Auf- und Abbau unerlässlich. "Gregor ist unser Logistiker", wissen alle. Er nimmt die Lieferungen für das Equipment und das Essen an und ist immer zur Stelle, wenn es etwas zu organisieren gibt.

    1000 Mittagessen gehen am Sonntag über die Theke

    Der Aufbau für das Fischfest beginnt am Donnerstag.Die beiden Tage vor dem Countdown sind 20 bis 25 Personen gut beschäftigt. Sie kümmern sich um das Wasser und Abwasser, den Anschluss der mobilen Toiletten, das Zelt und die Bühne oder die Ausstattung der verschiedenen Stände. Dabei packen die Standverantwortlichen ordentlich mit an.

    1000 Mittagessen gehen am Sonntag über die Theke. 350 davon entfallen auf die Makrelen und Forellen vom Grillstand und 650 Fischgerichte kommen aus der Küche. Das Lachsfilet mit Nudeln geht gut. Oder die Filets mit hausgemachtem Kartoffelsalat. "Es ist alles frisch gekocht, darauf legen wir Wert", haben die Oberpleichfelder ihren Stolz.

    Als "absoluter Hammer" gilt der Montagabend. "Das ist jedes Jahr der am besten besuchte Festtag", kennt sich Franz Olbrich aus. Beim Fischfest am Montagabend trifft man sich einfach. Das habe Kultcharakter.

    Festprogramm: Samstag, 27. Juli, ab 18 Uhr Festbetrieb mit "Lollypop". Feuerwerk um 22.22 Uhr. Sonntag, 28. Juli: Mittagstisch von 11 bis 14 Uhr, Kaffee und Kuchen, ab 15 Uhr Kinderprogramm mit Hüpfburg und Kinderschminken; ab 17 Uhr Musikkapelle Oberpleichfeld. Montag, 29. Juli: Festbetrieb ab 17 Uhr. Musik mit der Partyband "Silwer" ab 18 Uhr.

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