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    Würzburg

    Wie in Unterfranken Inklusion gelebt wird

    Der Bezirkstag hat am Montag den Inklusionspreis 2019 verliehen. Präsident Erwin Dotzel überreichte die Preise in den fünf Kategorien. Das sind die Gewinner.
    Die fünf Preise überreichte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (Mitte im Anzug) an die Gewinner. Karin Renner (zweite von links) ist die Behindertenbeauftragte des Bezirks Unterfranken.
    Die fünf Preise überreichte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (Mitte im Anzug) an die Gewinner. Karin Renner (zweite von links) ist die Behindertenbeauftragte des Bezirks Unterfranken. Foto: Thomas Obermeier

    Auf der Mainfrankenmesse hat der Bezirk Unterfranken am Montag den Inklusionspreis 2019 verliehen. Fünf Preisträger wurden für Projekte ausgezeichnet, die mit konkreten Maßnahmen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft beitragen.

    36 Projekte hatten sich 2019 für den Preis beworben

    Die Preise überreichte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel. Durch die Verleihung des Inklusionspreises auf der Mainfrankenmesse wolle man das Engagement der Preisträger in die Öffentlichkeit tragen, erklärte Dotzel. Jeder der Gewinner erhielt ein Preisgeld in Höhe von 2500 Euro. Der Preis wurde in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen. Insgesamt waren 36 Bewerbungen eingegangen. 

    "Die große Zahl der beteiligten Inklusionsprojekte beweist, wie intensiv Inklusion in Unterfranken gelebt wird", so Karin Renner, Behindertenbeauftragte des Bezirks Unterfranken. Das Ende der Möglichkeiten sei jedoch noch nicht erreicht: "Inklusion ist ein Prozess", so die Bezirksrätin. 

    Das sind die diesjährigen Preisträger

    • In der Kategorie "Arbeit" wurde das "Kooperationsprojekt Kaffeerösterei" ausgezeichnet. Die Kaffeerösterei Bühner aus Bad Neustadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) arbeitet seit 2018 mit den Dominikus-Ringeisen-Werkstätten und dem Klosterladen Maria Bildhausen in Münnerstadt (Lkr. Bad Kissingen) zusammen. Dort konnten Arbeitsplätze für sechs Beschäftigte mit Handicap geschaffen werden.
    • Für das Projekt "Anfassen-schmecken-erleben!" erhielten die Grundschule Schwanfeld (Lkr. Schweinfurt) und die Franziskusschule Schweinfurt den Inklusionspreis in der Kategorie "Bildung und Erziehung". Durch gemeinsame Aktionen der Kinder mit und ohne Förderbedarf lernen die Schüler den ungezwungenen Umgang miteinander.
    • Der Verein "Selbsthilfe bei Depressionen" aus Aschaffenburg erhielt einen Preis für den Bereich "Freizeit, Kultur, Sport, Natur und Umwelt". Im Projekt "Raus aus der sozialen Isolation' unternehmen Menschen mit psychischen Erkrankungen gemeinsame Ausflüge. Solche Unternehmungen seien für psychisch behinderte Menschen sehr wichtig, so Manfred Fuchs, Vorsitzender des Vereins.
    • Die Lebenshilfe Würzburg erhielt für ihr Projekt "Inklusive Wohngemeinschaft" den Preis in der Kategorie "Wohnen". In drei WGs wohnen junge Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. "Es ist für uns eine riesige Anerkennung, dass eine Institution wie der Bezirkstag uns diesen Preis verleiht", sagte Thomas Nürnberger von der Lebenshilfe Würzburg.
    • Der Sonderpreis "Vielfältiges Engagement für Inklusion" ging an das Projekt "Who will stop us". Hier arbeiten Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam an einer jährlichen Tanzaufführung. Den Preis erhielten der Verein "Jugendtanz", das Theater Tanzspeicher und das Zentrum für Körperbehinderte in Würzburg.
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