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    Veitshöchheim

    Wie man Biodiversität sät

    Farbenprächtiger Geselle: Mit über 5000 Arten ist der Bläuling weltweit zu finden. Mit den richtigen Ansaaten lässt sich dafür sorgen, dass der Schmetterling den Weg in den eigenen Garten findet und so für ganz besondere und lebendige Farbtupfer sorgt. Foto: LWG Veitshöchheim

    Artenvielfalt, Insektenschutz und grüner Lebensraum sind derzeit in aller Munde, schreibt die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. Doch dabei gelte: Nicht nur über Biodiversität reden, sondern handeln.

    Deshalb möchte die LWG mit der kostenlosen Informationsveranstaltung „Ansaaten für Stadt und Land – Wir säen Biodiversität!“ am Samstag, 13. April, von 9 bis 17 Uhr, zeigen, welches Potenzial in den richtigen Ansaatmischungen steckt und was bei Auswahl, Aussaat und Pflege zu beachten ist.

    Während sich der Vormittag an Freizeitgärtner, Kreisfachberater, Bauhofmitarbeiter und Mitglieder von Obst- und Gartenbauvereinen richtet, stehen am Nachmittag die Mischungen zur Biogaserzeugung speziell für Landwirte im Mittelpunkt, wie aus der Ankündigung hervorgeht.

    Starke und lange Leuchtkraft: Die mehrjährige Mischung „Veitshöchheimer Blaulicht“ bereichert nicht nur Straßenbegleitgrün und Kreisverkehre, sondern deckt auch auf ungenutzten Gemüsebeeten oder in Töpfen auf Balkon und Terrasse den Tisch für Insekten. Foto: LWG Veitshöchheim

    Ökologie trifft Ästhetik

    Im ersten Teil soll vor allem gezeigt werden, dass sich ökologische Vielfalt und ästhetischer Anspruch nicht ausschließen. Es sei möglich, Flächen kostengünstig und mit überschaubarem Aufwand für Mensch und Insekten gleichermaßen attraktiv zu gestalten.

    Neben blütenreichen Sommerblumenansaaten, die jährlich neu angelegt werden, bieten speziell entwickelte Saatmischungen aus ein-, zwei- und mehrjährigen Wild- und Kulturpflanzen nicht nur wichtige Nahrungsgrundlagen für Insekten, sondern auch attraktive Blühflächen für die Anwohner. Was bei der Auswahl der Mischungen sowie bei der Anlage und Pflege zu beachten ist, wird in theoretischen und praktischen Einheiten am Vormittag (9-12.30 Uhr) gezeigt.

    Energie aus Wildpflanzen

    Der Schwerpunkt am Nachmittag (13.30-17 Uhr) liegt auf der Förderung der Biodiversität in der Landwirtschaft. Blühmischungen aus mehrjährigen Wildpflanzen liefern nicht nur Biomasse zur Energiegewinnung, sondern können im Gegensatz zu Mais das Nahrungsangebot für Bienen und andere Insekten entscheidend verbessern. Vorgestellt werden dabei artenreiche Ansaatmischungen zur Biogaserzeugung sowie zur ökologischen Aufwertung landwirtschaftlicher Flächen. Außerdem gibt es eine Vorführung von Saattechniken auf dem Freigelände der LWG.

    Die Teilnahme ist kostenlos; eine Anmeldung (vorzugsweise online) ist erforderlich. Weitere Informationen unter www.lwg.bayern.de/landespflege/events/214536

    Bearbeitet von Franziska Schmitt

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