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    Veitshöchheim

    Wie man Menschen "liest" und das Selbstwertgefühl steigert

    Beim Jahresforum des unterfränkischen Kfz-Gewerbes ging es unter anderem um gezielte Motivationsschübe, um Menschenkenntnis - aber auch um Humor.
    Sie freuten sich beim Jahresforum der Kfz-Innung in den Mainfrankensälen über einen gelungenen  Abend (von links): die stellvertretenden Obermeister Marcus Eisner und Michael Hagenauer, Sebastian Reich, Obermeister Roland Hoier, Geschäftsführer Michael Frank und die beiden Referenten Mark T. Hofmann und Gereon Jörn.
    Sie freuten sich beim Jahresforum der Kfz-Innung in den Mainfrankensälen über einen gelungenen  Abend (von links): die stellvertretenden Obermeister Marcus Eisner und Michael Hagenauer, Sebastian Reich, Obermeister Roland Hoier, Geschäftsführer Michael Frank und die beiden Referenten Mark T. Hofmann und Gereon Jörn. Foto: Dieter Gürz

    Mit dem Inspirator und "Potenzial-Wecker" Gereon Jörn und dem Profiler und Analysten Mark T. Hofmann hatte die Kfz-Innung Unterfranken zwei hochkarätige Referenten für ihr Jahresforum in Veitshöchheim gewonnen.  So erlebten 550 Gäste in den Mainfrankensälen einen kurzweiligen, zugleich informativen und unterhaltsamen Abend.

    Unterfränkische KfZ-Innung hat zurzeit 819 Mitgliedsbetriebe

    Mit diesem Veranstaltungsformat versucht die Kfz-Innung nun schon im vierten Jahr, ihre Attraktivität für die 819 Mitgliedsbetriebe zu steigern. Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Mark T. Hofmann, der etwa zu 20 Prozent Show und zu 80 Prozent Vortrag lieferte. In einer Kombination aus wissenschaftlichen Erklärungen über das Verhalten der Menschen und interaktiver Show, unter Einbeziehung der Gäste, zeigte der Entertainer, wie man Menschen "lesen" und beeinflussen kann.

    Hofmann ließ sich in den USA zum Kriminal- und Geheimdienstanalysten in Profiling, forensischer Psychologie, Nachrichtendienstpsychologie, Wirtschaftskriminalität, Spionageabwehr und Verhörtaktiken ausbilden. Bekannt ist der 27-Jährige auch durch zahlreiche TV-Auftritte und eine Kolumne bei Focus Online.

    Beispiele für erfolgreiches Gedankenlesen

    Um eine Lüge aufzudecken, so Hofmann, gelte es, Abweichungen vom Normalzustand zu beobachten. Dazu gehörten Angst, Schuldsignale, Gesichtsausdrücke, Augenkontakt, Blinzeln, Sprache und Gesten. Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniere das "Gedankenlesen". Beim genauen Beobachten des Gegenübers könne man viele Gedankengänge ausschließen oder auch besonders in Erwägung ziehen. Dass dies funktioniert, bewies er in Experimenten mit Gästen auf die Bühne.

    Dem Profiler gelang es so zum Beispiel durch Fragen und genaue Beobachtung der Mimik, eine Karte aus einem Stapel und eine mit dem Becher gewürfelte Zahl sowie in weiteren Runden Geschmacksrichtungen und internationale Städte richtig zu benennen. Wie Beeinflussung funktioniert, zeigt er an einem anderen Beispiel: Klatschen Sie bei drei Ihre Hände zusammen", forderte der Profiler das Publikum auf. Doch unisono folgten ihm viele, als er bereits bei zwei klatschte. Für Hofmann der Beweis, "dass wir uns mehr durch das beeinflussen lassen, was wir sehen, als durch das, was wir hören".

    Wie man den eigenen Wert erkennt

    "Ich bin wertvoll, unabhängig davon was ich tue oder besitze"" erklärte danach der Inspirator und Führungskräfte-Trainer Gereon Jörn, im deutschsprachigen Raum auch als "Potenzial-Wecker" bekannt, den Gästen im Saal. Als Beispiel zückte Jörn einen 50 Euro-Schein, den er zusammenknüllte, ihn an seinem Hinterteil abrieb, auf ihm herumtrampelte. Die Botschaft: Egal, wie wir mit dem Schein umgehen, er behält immer seinen Wert - und wenn andere Menschen auf uns herumtrampeln, gilt dasselbe für uns. Jörns Ratschlag an die Anwesenden: "Wir sind wertvoll. Sag es dir so oft wie möglich, denn es verändert dein Leben."

    Als Multitalent erwies sich einmal mehr Bauchredner und Comedian Sebastian Reich. Er brachte das Publikum immer wieder mit seiner vorwitzigen und launischen Freundin, der Stoffpuppen-Nilpferddame Amanda, am laufenden Band zum Lachen.

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