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    Würzburg

    Wildschweine zerstören Sportplatz: Wie geht es nun weiter?

    Wildschweine haben gleich zweimal den Sportplatz des TV 73 Würzburg umgepflügt. Der Platz ist nicht mehr bespielbar.  Jens Röder, der Leiter des städtischen Fachbereichs Sport, war vergangene Woche am Sportplatz und hat gemeinsam mit Willi Dürrnagel, dem Vereinsvorsitzenden und gleichzeitig auch zuständiger Jagdpächter, die Schäden begutachtet.

    Seine Bilanz: Der Zaun ist an einer Stelle kaputt, an einer anderen fehlen etwa zehn Meter. In Absprache mit dem Verein wird dieser Bereich von Hecken frei geschnitten, repariert oder ganz neu gesetzt. Dafür gibt es laut Röder einen Zuschuss aus der städtischen Sportförderung von 60 Prozent.

    Wie geht es weiter für den Verein?

    Der Verein hat jedenfalls schon reagiert und einen Zaunbauer beauftragt, einen Kostenvoranschlag für den Aufwand zu liefern. Der Experte hat den Zaunschaden laut Stefan Dotter, Abteilungsleiter Fußball beim TV 1873, schon an der Frankenwarte begutachtet. 

    Bis dieser jedoch steht, kann es noch dauern, so Dotter. "Wir müssen erst eine Schneise in den Hang schlagen, dass der Zaun überhaupt aufgebaut werden kann", erklärt er. Daneben müsse auch der Fangzaun, der am Gelände steht, teilweise freigelegt werden. Den Kostenvoranschlag wollen sie in der Geschäftsstelle prüfen - und dann abwägen, ob die Vereinsmitglieder die Arbeit vielleicht selber stemmen können, so Dotter. "Das ist dann aber viel Arbeit, die auf uns zukommt."

    Rollrasen kommt nicht

    Nicht nur der Zaun ist beschädigt, auch das Fußballfeld wurde von den Wildschweinen stark verwüstet. In Absprache mit dem Verein werde kein Rollrasen verlegt, sagt Röder. Der Plan sieht vor, neu einzusäen. Das Saatgut dafür wird laut Röder jetzt bestellt. Die Arbeiten könnten dann, je nach Witterung, schon bald durch das Sportamt beginnen. Nach derzeitigem Stand ist es laut Stadtsprecherin Claudia Lother nicht nötig, extra einen Landschaftsgärtner zu beauftragen.

    Die Tiere haben wohl nach erster Begutachtung keinen großen Schaden im Untergrund der Sportstätte angerichtet. Sollte es jedoch unvorhergesehene Probleme geben, könnte ein Fachmann zusätzlich geholt werden, so Lother. Sie schätzt die Dauer der Arbeiten, wenn sie alleine vom Sportamt durchgeführt werden können, auf etwa sechs bis acht Wochen. 

    "Gespielt werden kann in diesem Jahr überhaupt nicht mehr", so Dotter. Die Wildschweine haben dem Verein auch einige organisatorische Probleme beschert. Der Abteilungsleiter versucht nun für die beiden Mannschaften des Vereins, eine Herrenmannschaft, die in der A-Klasse antritt, sowie eine Damenmannschaft, Woche für Woche das Heimrecht zu tauschen und immer erst auswärts zu spielen: "Das muss nach und nach geklärt werden, wo wir spielen."

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