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    Würzburg

    Willi Seemann war ein Brückenbauer

    Wilhelm Seemann ist er im Alter von 79 Jahren gestorben.
    Wilhelm Seemann ist er im Alter von 79 Jahren gestorben. Foto: Archivfoto Wolfgang Hugo

    Als einen „Brückenbauer“ würdigten Vertreter des Bayerischen Philologenverbands, Sudetendeutscher Landsmannschaft und der Anni-Rauch-Stiftung Wilhelm Seemann, der im Alter von 79 Jahren gestorben ist.

    Seemann, im April 1939 in Teplitz (Sudetenland) geboren, wuchs in Tepl auf und wurde am 10. August 1946 von dort ausgewiesen. Ab 1967 unterrichtete er Chemie, Biologie und Geographie am Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg.

    Der Seminarlehrer für Psychologie nahm aktiv am Schüleraustausch mit Frankreich, Irland und Italien teil. Neben der Personalratsarbeit engagierte er sich früh als Obmann, Delegierter und Fachgruppenleiter in seinem Berufsverband.

    Mit Herz und spitzer Feder unterstützte er die bildungspolitische Öffentlichkeitsarbeit des Bayerischen Philologenverbands auf Landes- und Bezirksebene. Bereits Träger der Goldenen Ehrennadel, erhielt er 2007 in einem Festakt in der Würzburger Residenz die unterfränkischen Verdienstmedaille pro Meritis in Silber; 2015 wurde er für 50 Jahre Mitgliedschaft im Bayerischen Philologenverband geehrt

    Alfred Kipplinger von der Sudetendeutschen Landsmannschaft würdigte die Arbeit von Seemann, der seit 1997 Mitglied der Landsmannschaft war, später stellvertretender Kreisobmann und Ehrenvorsitzender. Außerdem gab Seemann vierteljährlich den "Sudeten-Kurier" heraus und organisierte die Weihnachtsfeiern. In dem Beitrag „Reisen in die Kindheit“ thematisierte Seemann die Vertreibung seiner Familie und das Wiedersehen mit seiner alten Heimat in den Jahren 1975 und 2004.

    Hans-Peter Dörr würdigt Wilhelm Seemann, der von 2008 bis 2015 im Vorstand der Anni-Rauch-Stiftung Würzburg tätig war und viel dafür getan hat ,“das durch Krieg und Vertreibung geprägte deutsch-tschechische Verhältnis zu verbessern, die Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen zu fördern und Brücken zwischen beiden Völkern zu bauen".

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    Bearbeitet von Wolfgang Hugo

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