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    ZELL

    „Wir werden 2017 und 2018 richtig viel Geld brauchen“

    Es sind alte Probleme, für die man bisher keine befriedigende Lösung gefunden hat. Deshalb bewegen die Verkehrs- und Parkplatzsituation im Zeller Altort weiterhin die Gemüter. Das wurde bei der Bürgerversammlung im Kulturkeller deutlich, bei der zweiter Bürgermeister Lenz Antretter (CSU/FZB) einen vollen Saal begrüßen konnte. In einem Bericht zog Bürgermeisterin Anita Feuerbach (CSU) Bilanz und sprach über künftige Herausforderungen.

    In den nächsten zwei Jahren stehen nach Angaben Feuerbachs Aufgaben mit hohen Kosten an. „In den Jahren 2017 und 2018 werden wir richtig viel Geld brauchen.“ Und das werde die Haushaltsplanung an den Rand der Möglichkeiten bringen. Zwar würden Fördergelder fließen, doch zeitversetzt. Trotz der bevorstehenden großen Aufgaben zeigte sich Feuerbach optimistisch. „Ich bin fest überzeugt, dass wir diese Herausforderungen meistern werden.“

    Als Schwerpunkte nannte sie neben der Erweiterung des Feuerwehrhauses den Neubau des katholischen Kindergartens. Dieser wird mit Kosten von rund 4,2 Millionen Euro beziffert. Der Bau, der von der Gemeinde mit drei Millionen Euro bezuschusst werden soll, gilt als der größte Finanzbrocken der Gemeinde. Weitere Investitionen in die Dorferneuerung sollen in die Erweiterung der Grundschule, in den Unterhalt der Straßensanierung und in die Kanalsanierung fließen.

    Darüber hinaus investiert die Gemeinde nach eigenen Angaben auch viel Geld in die Sanierung der Fahrmannstraße und die Gestaltung des Marktplatzes mit einem Trinkwasserbrunnen und einem sogenannten Infoterminal. Die Fertigstellung der Platzgestaltung verzögert sich, sodass man mit der Freigabe erst im nächsten Jahr rechnet.

    Im Hinblick auf diese Umbaumaßnahmen betonte Bürgermeisterin Feuerbach, dass die Anlieger lediglich für die „reine Straße“ zahlen würden. Dagegen würden Zu- und Ausfahrt vor Maxl-Bäck und Marktplatz allein von der Gemeinde getragen.

    Als „Highlights“ der bereits durchgeführten Maßnahmen in diesem Jahr bezeichnete sie die Untersuchung des Sanierungsgebiets des ehemaligen Klosters Unterzell und der „Neue Mitte“ sowie die Teilsanierung des Kanals im Altort.

    Auskunft über die Finanzlage gab Kämmerer Michael Leser. Demnach ist die Marktgemeinde trotz großer Ausgaben weiterhin schuldenfrei und die Haushaltslage stabil; damit sei die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gemeinde gesichert.

    Laut Kämmerer sprudeln die Steuereinnahmen, man rechne mit 3,5 Millionen Euro. Angesichts der stabilen Wirtschaftslage und der Situation auf dem Arbeitsmarkt falle auch die Steuerschätzung für nächstes Jahr positiv aus. Derzeit verfüge die Gemeinde über eine komfortable Rücklage von 3,6 Millionen Euro. Auch deshalb hält es Leser für „unwahrscheinlich“, dass Zell für sein umfangreiches Investitionsprogramm bis 2020 Neuverschuldung macht.

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