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    Waldbüttelbrunn

    "Wo die Spatzen von den Dächern pfeifen"

    Mit einer gemeinsamen Wanderung wird der Waldbüttelbrunner Kulturweg "Wo die Spatzen von den Dächern pfeifen" am Sonntag, 16. September, eröffnet. Es ist der 100. Europäische Kulturweg in Franken.

    Spoatze, die nicht Fliegen, ein Haus am Horizont das keinen Schutz bietet. Eisenbahnschienen im Glockenturm, die die Viertelstunden anzeigen und ein Dreimarker, der Geschichten über Grenzen erzählt ohne auszugrenzen. Wer Antworten auf diese Fragen sucht der findet sie auf den sechs Tafeln die mit zusammengetragenem Wissen gefüllt wurden. Am Eröffnungstag des Kulturwanderweges "Wo die Spatzen von den Dächern pfeifen" werden die Tafeln lebendig und finden ihre eigene Sprache.

    Die Kulturwege sind - gemeinsam mit den archäologischen Projekten - das Aushängeschild des Archäologischen Spessartprojekts. In Zusammenarbeit mit vielen Partnern und Sponsoren, allen voran dem Spessartbund, und mit den Menschen der Region entsteht seit dem Jahr 2000 ein immer dichteres Netz von Kulturwegen, auf denen die Kulturlandschaft erlebbar wird.

    "Aus kleinen Pflänzchen entstand ein wunderschöner Blumenstrauß", schwärmte Bürgermeister Klaus Schmidt bei der Vorstellung des Kulturwanderweges auf dem Gelände der Firma Steinigke in Waldbüttelbrunn. Drei Jahre hat der Arbeitskreis der Zukunftswerkstatt am Kulturwanderweg in Waldbüttelbrunn gearbeitet, Ideen gesammelt und mit Wissen gefüllt.

    Eine Erfolgsgeschichte die eng mit Gerrit Himmelsbach, Historiker und Archäologe am Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte der Universität Würzburg, verbunden ist. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe, Kultur und Freizeit, der Zukunftswerkstatt Waldbüttelbrunn entstand ein Rundweg mit sechs Infotafeln und ergänzenden kleinen Tafeln abseits der Strecke sowie drei Außentafeln - die mit Rücksicht auf die Streckenlänge, nicht mit dem Weg verbunden werden konnten.

    Wie archäologische Funde aus der Jungsteinzeit und die bei Grabungen entdeckten 31 Gräber belegen, gab es schon zu Zeiten der Merowinger (sechstes bis achtes Jahrhundert), Siedlungen auf der Gemarkung Waldbüttelbrunn. Auf der Tafel am Gelände der Firma Steinigke, die die Kosten für die Tafel übernommen hat, werden die Funde durch Bilder dokumentiert. 

    Die Verantwortlichen um Martha Seubert-Poßmayer haben gesucht und viele Besonderheiten ihrer Heimatgemeinde gefunden. Dabei sind sie Spuren bis in die Jungsteinzeit gefolgt.

    Auftakt zur Eröffnungsfeier ist nach dem Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Neuen Kirche. Um 11 Uhr gibt es am Platz der Partnerschaften an der Alten Kirche Musik der Chöre Zeitgeist und Voco Crossis. Von dort führt der Weg über den Spatzenbrunnen zur Neuen Kirche.

    Auf halber Strecke zum Haus am Horizont, der vierten Station auf dem gut sechs Kilometer langen Weg warten zur Stärkung die original Waldbüttelbrunner Spoatze mit Linsensuppe auf die Wanderer.

    Nach der Mittagspause geht es über das Haus am Horizont zum Dreimarker und weiter auf den Weg zum Brückle. Von hier sind es noch gut zwei Kilometer zurück zur Alten Kirche. Beim Schlusshock können sich die Wanderer noch mit Kaffee und Kuchen stärken.

    Informationen unter: www.waldbuettelbrunn.de

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