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    Würzburg

    Woche der Botanischen Gärten

    Wie kamen Tulpe und Hortensie in unsere Gärten, Flamingoblume und Usambaraveilchen auf die Fensterbank? Wie wurden Tee und Muskatnuss zu alltäglichen Genussmitteln? Vom Samstag, 8. bis Sonntag, 16. Juni, widmet sich die Woche der Botanischen Gärten der Jagd nach dem grünen Gold.

    Mehr als 30 Botanische Gärten in Deutschland und Österreich, darunter auch der Botanische Garten in Würzburg, beleuchten mit Themenführungen, Vorträgen und vor allem der Ausstellung „Forscher, Sammler, Pflanzenjäger – unterwegs mit Humboldt & Co.“ die Schicksale der Männer und Frauen, die als Pflanzensammler in entlegenste Winkel der Erde vordrangen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dabei setzten Sie nicht selten ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel: Ihre Geschichten erzählen von haarsträubenden Erlebnissen, moralisch fragwürdigen Methoden, tragischen Schicksalen.

    Alexander von Humboldt ist anlässlich seines 250. Geburtstages der Pate der Ausstellung. Die Ausstellung beleuchtet auf 15 großformatigen thematischen Tafeln neben den Akteuren der unterschiedlichen Epochen auch deren Motive für die Pflanzenjagd. Macht, Geld und wissenschaftliche Neugier waren die Haupttriebfedern – und sind es zum Teil noch heute. Monarchen schmückten sich mit exotischen Pflanzen, Kolonialmächte kämpften um Monopole auf profitable Nutzpflanzen, Orchideenjäger suchten die spektakulärsten Arten und Forscher die Erkenntnis.

    In der männlich geprägten Sammler-Szene behaupteten sich auch immer wieder außergewöhnliche Frauen, denen eine eigene Tafel gewidmet ist. Über 30 kleinere Ausstellungstafeln sind zudem einzelnen Pflanzenjägern und ihren grünen Schätzen gewidmet. Individuelle Landkarten zeigen dabei ihre Reiserouten und Sammelgebiete. Neben international bedeutsamen Persönlichkeiten beleuchtet die Ausstellung vor allem das Leben von Sammlern aus dem deutschsprachigen Raum. Zum vertieften Nachlesen ist in den teilnehmenden Gärten eine Broschüre erhältlich.

    Bearbeitet von Lena Berger

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