• aktualisiert:

    KLEINRINDERFELD

    Wohin steuert die Gemeinde Kleinrinderfeld?

    Wie entwickelt sich die Gemeinde in der Zukunft? Das war das Hauptthema bei der Bürgerversammlung in Kleinrinderfeld. Dabei wurden mehrere Facetten von den wenigen Besuchern angesprochen.

    Nur knapp 40 Einwohner interessierten sich für den Rückblick und den Ausblick von Bürgermeisterin Eva Maria Linsenbreder (SPD). Das geringe Interesse begründete sie mit der vor kurzem durchgeführten außerordentlichen Bürgerversammlung zum Thema Verkehrs- und Lärmbelastung, die auf Antrag der Bürgerinitiative „weniger Lärm - mehr Lebensqualität“ durchgeführt wurde.

    Das Thema Verkehr war trotzdem ein Thema bei der jetzigen Bürgerversammlung. Die Gemeinde, so Linsenbreder, habe ihre Hausaufgaben gemacht und auf den gemeindlichen Straßen die Beschilderung und die entsprechenden Verkehrszeichen auf den Straßenboden aufgebracht. Das Landratsamt müsse noch liefern. Wie berichtet soll im Bereich der S-Kurve im Innenort zukünftig Tempo 30 gelten.

    Neues Baugebiet

    Linsenbreder berichtete außerdem, dass der Gemeinderat beschlossen hat, ein neues Baugebiet auszuweisen, das, wenn alles gut läuft, bis 2020 baureif ist. Man will sich dabei eines Erschließungsträgers bedienen, da der gemeindliche Haushalt angespannt sei. Dies sorgte für einiges Unverständnis im Saal, denn mehrere Bürger konnten nicht nachvollziehen, warum die Gemeinde nicht selbst erschließt. Wolfgang Schölch (CSU) sagte, dass dies ein normaler Vorgang sei und die Bürgermeisterin ergänzte, dass man auch schon beim Baugebiet „Neue Morgen“ so zusammengearbeitet habe. Die Gemeinde behalte weiter das Zepter in der Hand, die Erschließung werde nur fremdfinanziert, ohne den gemeindlichen Haushalt zu belasten.

    Gesprächsbedarf gab es beim Thema Gewerbe und Gewerbegebiet. Linsenbreder hatte in ihrem Jahresrückblick für 2017 eine geringere Gewerbesteuereinnahme gezeigt und auch eine Abnahme der Beschäftigungsverhältnisse in der Gemeinde. Vor allem die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden wurde angesprochen, ja fast gefordert. Kleinrinderfeld liege einfach ungünstig, so Linsenbreder. Darauf kam prompt die Antwort aus dem Publikum: „Kleinrinderfeld liegt nicht schlecht, wir sind einfach nicht innovativ“.

    Lob für das Ärztehaus

    Lob gab es für das im Frühjahr eingeweihte Ärztehaus und den neuen Marktplatz. Allerdings gebe es Gerüchte, dass der ansässige Apotheker mit der Auftragslage nicht zufrieden sei. Ein Bürger wollte wissen, wie lange der Mietvertrag mit dem Apotheker laufe, darauf erwiderte Geschäftsleiter Ulrich Stadlbauer, dass man zu Verträgen grundsätzlich keine Auskunft gebe.

    Positives konnte Bürgermeisterin Linsenbreder vom Neubau des Feuerwehrgerätehauses berichten. Die anhängige Klage beim bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München sei abgewiesen worden und man habe jetzt Baurecht. Derzeit ermittelt das beauftragte Architekturbüro die aktuellen Kosten, die deutlich über denen der ersten Planungen von 2012 liegen werden. Wenn der Förderbescheid eingegangen sei, könne man sofort mit dem Bau beginnen.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!