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    Rieden

    Wohn- und Büroräume im ehemaligen Gasthaus

    Der denkmalgeschützte frühere Gasthof in der Riedener Hauptstraße soll zu Wohnungen, Büros und einem Tagungsraum umgesta...

    Ein ehemaliges Gasthaus in Rieden soll wieder mit Leben erfüllt werden. Es ist ein denkmalgeschütztes Haus in der Hauptstraße. Die neuen Eigentümer haben die Sanierung des Denkmals, die Umnutzung der ehemaligen Gasträume in Wohnräume sowie die Umnutzung von Wohnräumen in Büroräume beantragt. Der Bauausschuss der Gemeinde Hausen stimmte dem Vorhaben grundsätzlich zu.

    Stellplätze nachweisen

    "Für ein Baudenkmal wie dieses gibt es hohe Ansprüche", weiß Bürgermeister Bernd Schraud. Die Gemeinde Hausen ist nicht Genehmigungsbehörde. Die Mitglieder des Bauausschusses wiesen bei ihrer Zustimmung vor der Weitergabe an das Landratsamt lediglich auf die Lage der neun nachzuweisenden Stellplätze hin. Sie waren sich bewusst, dass eine Maßnahme dieser Größenordnung "von der Akzeptanz der Nachbarschaft lebt".

    Grundsätzlich sei es eine gute Sache, wenn das Gebäude nicht weiter verfällt, sondern wieder hergerichtet wird. Es liegt im "unbeplanten Innenbereich" und im Geltungsbereich des Flurbereinigungsverfahrens zur Dorferneuerung in Rieden. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hatte im Februar 2005 eine Ortsbesichtigung durchgeführt und den Gebäudestand des Grundstücks wie folgt beschrieben: "Ehemaliges Gasthaus Zum goldenen Stern, zweigeschossiges giebelständiges Wohnhaus mit Satteldach und angebautem zweigeschossigen traufständigem Querbau mit Tordurchfahrt, Wirtsstube im Erdgeschoss und Saal im Obergeschoss. Fachwerk verputzt, Erdgeschoss und in Giebelfassade auch Obergeschoss massiv ausgetauscht. Wohnhaus im Kern wohl 18. Jahrhundert. Tür des Wohnhauses beziffert 1819, Toreinfahrt 1833, Backofenanbau. Fachwerknebengebäude und massive Scheune, vermutlich 18. und 19. Jahrhundert."

    Wirtshausschild aus dem 19. Jahrhundert

    In der Bayerischen Denkmalliste ist das Haus ähnlich beschrieben. Dort sind zusätzlich das Hoftor mit separater Pforte und das Wirtshausschild aus dem frühen 19. Jahrhundert erwähnt. Im Jahr 2008 ist vom letzten Besitzer im Innenhof des Anwesens ein genehmigtes Nebengebäude mit Außentreppe und Aufzug errichtet worden. Dieses Nebengebäude wollen die neuen Eigentümer wieder abreißen.

    Nun sind im Erdgeschoss und im Obergeschoss Wohnräume geplant. Der Saal im Oberschoss soll als Tagungsraum genutzt werden. Auf diesem Stockwerk sind außerdem Büros und ein Gästezimmer vorgesehen. Das Dachgeschoss soll nach mündlicher Angabe des Bauherrn derzeit nicht ausgebaut werden. Im Plan sind jedoch schon Räume für eine wohnliche Nutzung eingezeichnet.

    Der Bauantrag enthält auch die Errichtung einer Außentreppe mit Aufzug und den Neubau von acht Dachgaupen sowie den Einbau von neun Dachflächenfenstern. Der umgebaute Saal soll später einmal für Tagungen und Festlichkeiten vermietet werden.

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