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    Versbach

    Wolfgang Krebs in Bestform

    Gelungener Kabarettabend in Versbach: (von links) Burkhard Ziegler von der Sparkasse, Tischtennisabteilungsleiter Hubert Uhl, Heiner Galm, Wolfgang Krebs und Michael Treutlein. Foto: Robert Menschick

    Die Erwartungen an den Auftritt des aus Rundfunk und TV bekannten Comedian und Wortakrobaten Wolfgang Krebs waren groß. Sie wurden beim jüngsten Kabarettabend der Tischtennisabteilung des Sportbund Versbach aber noch übertroffen. Über 500 Besucher bekamen bei dem über zweistündigen Programm viel für ihre Lachmuskeln geboten, heißt es in einer Pressemitteilung.

    In seinem aktuellen Programm „Geh zu, bleib da“ widmete sich Wolfgang Krebs seinem Lieblingsthema, der bayerischen Heimat. Seine Kunstfigur, den schlitzohrigen Schorsch Scheberl aus „Untergamskobenzeißgrubengernhaferlverdimmering“, ließ er der verbreitenden Landflucht der Bevölkerung den Kampf ansagen. Mehrere Prominente fanden sich in Versbach auf der Bühne ein, um dieses Anliegen auf ihre Weise zu unterstützen.

    Parodien über Stoiber, Söder und Seehofer

    Krebs brillierte in den Parodien als der sich dauernd verhaspelnde Altpolitiker Edmund Stoiber, als der clevere Ministerpräsident Markus Söder, als Bundesinnenminister Horst Seehofer mit seinem schrägen Lachen, als Bundeskanzlerin Angela Merkel, die mit den bayerischen Dialekte und Brauchtümern nicht viel anfangen kann, und als der schnulzige Allgäuer Schlager-Sänger Meggy Montana.

    Krebs‘ Vortrag bot in hohem Tempo eine Unzahl von fetzigen Kalauern, hochwertige Sprachkunst und immer neue Bilder und Vergleiche, die dem Zuhörer in den Kopf gerufen werden. Auch aktuelle politische Themen baute Krebs in sein Programm ein wie Flüchtlingspolitik, Donald Trump und Fridays für Future („Wenn man bedenkt, wie viele Schultage die Jugendlichen für die Demos versäumen, ist das der Beweis, dass G8 doch geht.“).

    Bundeswehr-Sanitätssoldat in Giebelstadt

    Bei der Flut an Erkenntnissen, die der Kabarettist an diesem Abend von sich gab, mögen manche Besucher möglicherweise überhört haben, dass Krebs in der Pleichachtalhalle auch einiges zu seiner Person ausgeplauderte. So verriet der 53-Jährige, dass er auch einen Bezug zum Raum Würzburg hat: als Bundeswehr-Sanitätssoldat war er nämlich in Giebelstadt-Klingholz stationiert. Krebs gab auch preis, dass er einst als Anzeigenvermarkter bei den Privat-TV-Sendern RTL2/Sat.1 und Pro7 arbeitete, ehe er seine Karriere als Parodist begann.

    Wolfgang Krebs füllt mit seinem Programm heute problemlos die Hallen. Die Versbacher Organisatoren, die mit dem Erlös aus ihrem Kabarettabenden den Tischtennissport mitfinanzieren, werden es mit Freude gehört haben, dass Wolfgang Krebs so beiläufig von der Bühne versprach, mindestens solange regelmäßig zu Auftritten in die Pleichachtalhalle zu kommen, „bis die Versbacher Tischtennis-Spieler in der 1. Bundesliga sind“. (Anmerkung der Redaktion: Da wird Krebs aber noch sehr oft kommen müssen. Denn bei allem Engagement der örtlichen Macher wird der aktuelle Drittbundesligist die Erste Liga wohl nicht so schnell erreichen.)

    Spende von der Sparkasse

    Ein Stück weiter bringt den Sportbund Versbach möglicherweise eine Spende, die während des Kabarettabends überreicht wurde. Burkhard Ziegler von der Sparkasse Mainfranken übergab der Tischtennisabteilung einen Scheck von 2000 Euro.

    Kabarettfreunde können sich schon den nächsten Termin in der Pleichachtalhalle vormerken: Am Samstag, 25. April 2020, gastieren „Hans Well und die Wellbappn“ in Versbach.

    Bearbeitet von Lena Berger

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