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    Würzburg

    "Würzburg liest": 90 Veranstaltungen zu "Frau ohne Reue"

    Nach Leonhard Frank, Jakob Wassermann und Jehuda Amichai stellt die Würzburger Stadtleseaktion einen Autor vor, dessen Stücke einst die Theater füllten.
    Bei der Leseaktion 'Würzburg liest ein Buch' wird in diesem Jahr Max Mohrs Roman 'Frau ohne Reue' gelesen. Rund um das Buch finden knapp 100 Veranstaltungen statt.
    Bei der Leseaktion "Würzburg liest ein Buch" wird in diesem Jahr Max Mohrs Roman "Frau ohne Reue" gelesen. Rund um das Buch finden knapp 100 Veranstaltungen statt. Foto: Nicolas Humbert

    Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm der vierten Auflage der Stadtleseaktion „Würzburg liest ein Buch“ ist gerade in einer 36-seitigen Broschüre erschienen. Das Literaturfestival der besonderen Art bietet 2020 wieder etwa 90 Veranstaltungen in der Stadt und in der Region, viele davon mit freiem Eintritt oder auf Basis von Spenden beziehungsweise einem freiwilligem Kulturbeitrag, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter. Die Vorsitzende des Vereins Würzburg liest e.V. Elisabeth Stein-Salomon freut sich über das große Engagement und die Kreativität der vielen Akteure aus der Würzburger Bürgerschaft und Kulturszene.

    Es geht nicht nur um "Frau ohne Reue"

    Es wird nicht nur aus dem Roman „Frau ohne Reue“ von Max Mohr gelesen, der in diesem Jahr im Mittelpunkt steht. Auch Gedichte, Theaterstücke und andere Romane des 1891 in Würzburg geborenen Autors werden vorgestellt, wie zum Beispiel die im Berlin der Zwanziger Jahre spielende Großstadtsatire „Venus in den Fischen“. Radiotermine, Führungen, Ausstellungen, biographische Vorträge, Diskussionen und ein hochwertiges Kinoprogramm mit dem auf einem Stück Mohrs basierenden Stummfilm „Ramper“ runden das Programm der Literaturwochen ab, das mit einzelnen Veranstaltungen bereits im März und Anfang April beginnt.

    Der Festakt in der Stadtbücherei gibt dann am 23. April den Startschuss zur zentralen Veranstaltungswoche bis 3. Mai 2020. Besondere Veranstaltungsorte sind erstmals die Sternwarte auf der Keesburg, ein Anatomiehörsaal, die Kultkneipe "Schelmenkeller" und der Flugsportclub Würzburg am Schenkenturm.

    Vorworte im Programmheft

    Zwei Grußworte sind dem Programm vorangestellt. Schirmherr Josef Schuster, der aus Würzburg stammende Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, freut sich, dass der vergessene jüdische Arzt und Autor Max Mohr für die diesjährige Leseaktion ausgewählt wurde. Co-Schirmherr Oberbürgermeister Christian Schuchardt zeigt sich beeindruckt von der im schnellen Informationszeitalter doch eher ungewöhnlichen, auf einen Autor und sein Werk konzentrierten Aufmerksamkeit, die dem gesamten Festival eine Tiefe und Überzeugungskraft gebe, die es andernorts wohl kaum gibt, schreibt er im Programmheft.

    Ein Silvaner zur Leseaktion

    Lust auf Max Mohr und seinen Roman möchte das Team von „Würzburg liest“ auch mit einer Literaturrallye machen, bei der es Buchgutscheine zu gewinnen gibt. Die Confiserie Bossert unterstützt „Würzburg liest ein Buch“ wieder mit einer selbst hergestellten Praline, die zum Genuss „ohne Reue“ auffordert. Für entspannte Lesestunden kann ein trockener Silvaner aus dem Weingut Schmitt’s Kinder sorgen, dessen Etikett Max Mohr im Jahr 1932 beim Akkordeonspielen mit seiner Tochter Eva zeigt. Beide unterstützen die Leseaktion finanziell und sind wie auch die 36-seitige Programmbroschüre mit allen Terminen und Anmeldemodalitäten ab sofort in den organisierenden Buchhandlungen Dreizehneinhalb, Knodt, Neuer Weg, Schöningh, Stephan sowie im Antiquariat Osthoff erhältlich.

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