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    Würzburger Dolmetscherschule in neuen Räumen

    Die Würzburger Dolmetscherschule ist umgezogen: Jetzt findet der Unterricht in den ehemaligen Telekom-Räumen am Paradeplatz  statt.
    Die Würzburger Dolmetscherschule ist umgezogen: Jetzt findet der Unterricht in den ehemaligen Telekom-Räumen am Paradeplatz statt. Foto: Theresa Müller

    Seit rund 40 Jahren sind die großen Buchstaben „WDS“ für die Würzburger Dolmetscherschule am Schulgebäude in der Eichhornstraße ein vertrauter Blick für alle Würzburger. Jetzt ist die Schule umgezogen, „endlich“ sagt Schulleiter Jürgen Gude, „es war sehr eng“. Am Samstag, 26. März, ist Tag der offenen Tür im neuen Domizil am Paradeplatz.

    Auf drei Standorte im Stadtgebiet waren die rund 350 Sprachenschüler verteilt, berichtet der Schulleiter. Nun haben sie ehemalige Räume der Telekom im ersten und zweiten Stock am Paradeplatz bezogen. 25 Räume auf 2100 Quadratmetern und zwei Stockwerken bieten ausreichend Platz für Unterricht, Verwaltung und mit einer Cafeteria auch für Frei-bzw. Lernstunden.

    Die technische Ausstattung ist auf dem Stand der Zeit, WLAN in allen Räumen, ebenso Beamer und Stereobeschallung, ein Sprachlabor mit Dolmetscherkabinen. Es gibt sogenannte MacBook-Klassen in der Berufsfachschule, in denen jeder Schüler einen tragbaren Computer von der Schule gestellt bekommt, und EDV-Räume mit Rechnern, auf den die neueste Übersetzungs-Software installiert ist.

    Im Lauf der Jahre hat sich die WDS in der Würzburger Innenstadt von einem regional bekannten Bildungsinstitut zu einer bundesweit geschätzten Ausbildungsstätte entwickelt. Die Ausbildungen dauern zwischen einem und drei Jahren, die Schulgebühren betragen zwischen 200 und 450 Euro monatlich und sind förderfähig

    Neben der klassischen Fremdsprachen-Ausbildung in verschiedenen Ausbildungsstufen und Bereichen kann der Besuch der Dolmetscherschule auch als Grundstock für einen Master oder Bachelor an Hochschulen und Universitäten in Deutschland, in Großbritannien, den USA oder Australien dienen, sagt Gude.

    So gibt es an der Fachhochschule Würzburg als Ergänzung der Fachakademie-Ausbildung an der WDS seit einiger Zeit den Bachelor-Studiengang Fachübersetzen Wirtschaft bzw. Technik. Praktische Anwendungen gibt es bei Praktika oder Exkursionen, oder, wie im vergangenen Jahr, als Dolmetscherschüler bei der Bundeswehr in Hammelburg während der Ausbildung vom UN-Militärbeobachtern als Übersetzer und Dolmetscher fungierten.

    Neben dem Tag der offenen Tür gibt es auch „Career-Days“. „Da geht es uns um das berufliche Fortkommen der Schüler, das nächste Mal schon am 11. und 12. April“, sagt der Schulleiter. „Wir wollen nicht einfach nur ausbilden und die Absolventen ins Berufsleben entlassen; an diesen Tagen kommen Fachleute und ehemalige Schüler, die Themen reichen vom Berufsknigge bis hin zu wissenschaftlichen Recherchetechniken“, berichtet Gude.

    Das Schul-Intranet hilft dabei, ein Alumni-Netzwerk mit ehemaligen Schülern aufzubauen, Würzburger „Ehemalige“ findet man weltweit. „Ich hatte kürzlich erst Kontakt mit zwei früheren Schülern, der eine hat ein eigenes Import-Export-Geschäft in Hongkong, der andere war Verwaltungsleiter beim Goethe-Institut in Paris und Rio de Janeiro“, erzählt der Schulleiter stolz.

    Info: www.dolmetscher-schule.de

    Die Würzburger Dolmetscherschule hat ihr Domizil jetzt in unmittelbarer Nähe des Doms.
    Die Würzburger Dolmetscherschule hat ihr Domizil jetzt in unmittelbarer Nähe des Doms. Foto: T. Müller
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    Von unserem Redaktionsmitglied

    Ernst Lauterbach

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