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    Würzburg

    Würzburger Klimaschutz-Kongress mit spannenden Themen

    Beim 3. Würzburger Klimaschutz-Kongress geht es auch um die Auswirkungen der Hitzeperioden auf die Wasserversorgung und die Artenvielfalt. Foto: Fabian Gebert

    Nicht zuletzt durch die Hitzeperioden in diesem Sommer sind der Klimawandel und seine Folgen in den Köpfen der meisten Menschen angekommen. Am Freitag, 20. September wird es einen weltweiten Klimastreik der Fridays for Future-Bewegung geben, und sowohl die bayerische Staatsregierung als auch die Bundesregierung wollen noch im Herbst ihre Klimaschutz-Strategien vorlegen. Der Termin des 3. Würzburger Klimaschutz-Kongresses ist also gut gewählt: Am 5. Oktober von 10 Uhr bis 17 Uhr finden nach einem Vortrag von Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger im Informatik-Gebäude der Uni Würzburg am Hubland sieben Workshops rund um den Klimaschutz statt.

    "Wir wollen darstellen, wie viele Problemfelder im Zusammenhang mit dem Klimawandel auftreten", betont Patrick Friedl. Der grüne Landtagsabgeordnete ist einer der Sprecher der Würzburger Klima-Allianz, in der sich seit der Gründung vor gut zehn Jahren 18 Organisationen zusammengeschlossen haben. Es ist inzwischen auch eine breite politische Allianz über Parteigrenzen hinweg: Aus dem Stadtrat sind mit Ausnahme der Würzburger Liste, der FDP und der Linken alle Gruppierungen vertreten.

    Veranstaltung war in den letzten beiden Jahren ausgebucht

    Nach ausgebuchten Kongressen in den vergangenen beiden Jahren rechnen die Organisatoren bei der dritten Auflage mit einer erneuten Steigerung der Teilnehmerzahl. "Die Menschen interessieren sich für das Thema und wollen sich beteiligen, nicht erst seit den Demonstrationen von 'Fridays for Future'. Eine frühzeitige Anmeldung empfiehlt sich, bei 350 müssen wir wahrscheinlich Schluss machen", betont Friedl.

    Durch den Besuch des stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger "hat der Kongress eine deutliche Aufwertung erfahren", sagt Gerhard Brand, der am 5. Oktober einen Workshop zum Thema "Energiewende" moderieren wird. Unter anderem wird dabei Norbert Zösch, der Leiter der Stadtwerke Haßfurt, das innovative und mit reinem Wasserstoff betriebene Blockheizkraftwerk seines Unternehmens vorstellen.

    "Es ist sehr wichtig, mehr erneuerbare Energien in unsere Städte zu bekommen."
    Hans-Peter-Ebert, Bereichsleiter des Zentrums für Angewandte Energieforschung (ZAE)

    Passend zum Thema Energieversorgung findet am Vorabend des Kongresses in der Umweltstation am Nigglweg eine Podiumsdiskussion statt. Dabei sprechen Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege, Architektur und Energieforschung über das Potenzial von Photovoltaik-Anlagen auf innerstädtischen Dächern im historischen Umfeld.

    "Es ist sehr wichtig, mehr erneuerbare Energien in unsere Städte zu bekommen", so Hans-Peter-Ebert, Bereichsleiter des Zentrums für Angewandte Energieforschung (ZAE). Ebert leitet beim Klimaschutzkongress einen Workshop, der sich mit der Anpassung von Gebäuden und Stadtteilen an die Folgen des Klimawandels beschäftigt. Unter anderem "müssen wir verstärkt Begrünung in die Städte bringen, um die Extremtemperaturen zu senken", so Ebert.

    Weitere Workshops zu verschiedene Themen

    In weiteren Workshops geht es um die Verkehrswende durch den Radverkehr, die Auswirkungen der Hitzeperioden auf die Wasserversorgung, Artenvielfalt, Strategien für die Abfallwirtschaft und die Zukunft der ökologischen Landwirtschaft. Alle Informationen zum 3. Klimaschutz-Kongress, die Ergebnisse der Veranstaltungen der letzten beiden Jahre und ein Online-Anmeldeformular finden sich im Internet unter "klima-allianz-wuerzburg.de".

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