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    Würzburg

    Würzburgs grüne Oasen: Rund um den Graf-Luckner-Weiher

    Ein kleiner Weg mit zahlreichen Bänken, von denen man den Blick auf das Wasser genießen kann, führt um den Graf-Luckner-Weiher herum. Foto: Patty Varasano

    Ob im Sommer grillen, im Frühjahr und Herbst die bunten Farben der Natur beobachten oder im Winter an der frischen Luft der Kälte trotzen: Schon 20 Minuten im Grünen sollen Stress deutlich reduzieren. Das Gebiet um den Graf-Luckner-Weiher in der Sanderau bietet dafür reichlich Möglichkeiten.

    Woher der Graf-Luckner-Weiher seinen Namen hat

    Seit 1980 existiert der Graf-Luckner-Weiher. Benannt wurde er nach Seeoffizier und Schriftsteller Felix Graf von Luckner, der im Ersten Weltkrieg als Kommandant eines Hilfskreuzers die britische Seeblockade durchbrach und dadurch Bekanntheit erlangte. Auch mehrere Filme und Bücher sowie eine Fernsehserie aus den 70ern sind Luckner gewidmet. Der Modell-Sport-Club Würzburg (MSC), zu dem der Weiher gehört, hat zu Ehren Luckners eine Gedenktafel in der Nähe des Weihers errichtet.

    Zwischenstopp am Sanderauer Mainufer: Zu Fuß von der Innenstadt bis zum Graf-Luckner-Weiher

    Erreichen lässt sich das Gelände am Heiner-Dikreiter-Weg am besten über den Main-Radweg. Die Straßenbahn-Linie 4 bringt einen aus der Innenstadt bis zur Haltestelle Fechenbachstraße. Von dort sind es etwa 20 Minuten zu Fuß bis zum Graf-Luckner-Weiher. Aber auch ein kleiner Parkplatz befindet sich in der Nähe der Feggrube, dem Sportgelände der Turngemeinde Würzburg. In Richtung Randersacker schließt sich ein Spielplatz mit Rutsche und Klettergerüsten an.

    In See stechen dürfen auf dem Graf-Luckner-Weiher nur Miniatur-Schiffe. Foto: Patty Varasano

    Ansonsten lässt sich die Strecke auch gut zu Fuß bewältigen, denn ein Rad- und Fußweg führt direkt am Sanderauer Mainufer entlang. Wie an den Zellerauer Mainwiesen, gibt es hier grüne Wiesen, auf denen man sich mit Blick auf den Fluss entspannen kann. Vor allem im Sommer ist das Sonnen und Baden im Main an diesen Uferabschnitten beliebt.

    Nicht überall darf gegrillt werden

    Obwohl das Baden im Graf-Luckner-Weiher verboten ist, geht es auf dem Wasser dennoch hoch her. Auf dem Vereinsgelände des MSC tummeln sich im Sommer neben Enten sonntags auch aufwendig konstruierte Modellschiffe.

    Angrenzend an den Weiher befindet sich ein offizieller Grillplatz. Zwei Grillstellen sowie Bänke und Tische stehen dort bereit. Das Areal bietet sich auch für kleine Grillfeiern an, allerdings sollten die sich auf maximal 15 Personen beschränken, wie die Stadt Würzburg hinweist. Doch aufgepasst: nur an den ausgewiesenen Flächen ist das Grillen gestattet, am Weiher selbst darf hingegen nicht angeschürt werden. Da dabei leider immer wieder Müll einfach liegen gelassen wird, sind Besucher dazu angehalten, ihren Abfall zur Entsorgung mitzunehmen. 

    Logo Würzburgs grüne Oasen Foto: MP-Grafik Heike Grigull

    Der Weiher wird nur durch einen wenige Meter breiten Landstreifen vom Main abgegrenzt. Wer den Graf-Luckner-Weiher lieber vom Fluss aus betrachten möchte, kann sich deshalb eins der "Main-Grillboote" mieten, in denen Gruppen sich bis auf Höhe des Weiher treiben und dabei grillen und trinken können. Bei eisigen Temperaturen können Interessierte im Januar hingegen das traditionelle Dreikönigsschwimmen beobachten, da die Kurzstrecke über 2,5 Kilometer vom Weiher bis zur Löwenbrücke verläuft. 

    Das ganze Jahr in der Natur 

    Da sich im Osten nach Überqueren der Randersackerer Straße der Ausläufer der Würzburger Abtsleite erstreckt, bietet sich das Areal um den Graf-Luckner-Weiher auch als guten Ausgangspunkt für einen Spaziergang in den Weinbergen an. Ob man sich im Frühjahr und Herbst auf einer der zahlreichen Bänke um den Weiher herum niederlässt oder im Winter einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft machen möchte, das Gebiet um den Graf-Luckner-Weiher bietet zu jeder Jahreszeit die Möglichkeit zum Abschalten in der Natur.

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