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    GRAMSCHATZ

    Zehn Jahre Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald

    6000 Walderlebnisführungen mit etwa 100 000 Teilnehmenden sowie weitere 100 000 Besucher – das macht 600 Führungen und 20 000 Besucher pro Jahr. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann, findet Wolfgang Graf mit Blick auf das Jubiläum zehn Jahre Walderlebniszentrum. „Wir haben uns als Umweltbildungseinrichtung in den zehn Jahren gut etabliert“, sagt der Förster und Waldpädagoge.

    Je ein Drittel der Teilnehmer waren Schüler aller Schularten und Familien, die sich vom Jahresprogramm des WEZ angesprochen fühlten, ergänzt Antje Julke, Pressesprecherin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Würzburg. Darüber hinaus fragen Vereine, Verbände, Firmen, Sozialeinrichtungen und andere Gruppen Führungen und Walderlebnisaktivitäten an. Sie stellen das letzte Drittel der Teilnehmer.

    Über alle Generationen hinweg

    Doch neben den Erfolgszahlen steht für Graf vor allem eines im Mittelpunkt: Der Mensch und seine Hinwendung zum Wald. „Mich freut es, dass der Wald etwas Verbindendes ist, über alle Generationen hinweg“, sagt Graf, der das WEZ von der ersten Stunde an leitet. Vor fast genau zehn Jahren, im Oktober 2007, wurde das Zentrum offiziell eröffnet – als erstes und einziges Walderlebniszentrum in ganz Unterfranken, und das ist es bis heute geblieben.

    Entstanden ist es mit Unterstützung der EU-Gemeinschaftsinitiative Leader+ unter intensiver Mitarbeit des Fördervereins Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald. Die Kosten für das „Gebäude in moderner Holzbauweise“ beliefen sich auf eine Million Euro, 282 000 Euro gab es an EU-Fördermitteln. Im Juli 2009 wurde das Bauwerk um die Waldwerkstatt erweitert (Kosten: 80 000 Euro, EU-Fördermittel 33 000 Euro).

    Mit allen Sinnen erlebbar

    Den Wald mit allen Sinnen erlebbar machen, das ist die Aufgabe von Wolfgang Graf und seinem Team. Mit Hand, Herz und Verstand lautet die Devise. Egal ob bei Führungen von Kindergarten- und Schulkindern oder Erwachsenen. „Für mich ist es schön, die leuchtenden Kinderaugen und die Begeisterung der Erwachsenen zu sehen“, meint der Förster. Eben diese Begeisterung zu spüren und die Begegnung zwischen Mensch und Natur hautnah zu erleben, sei für ihn größte Motivation. Auf die Frage nach besonderen Highlights in den letzten zehn Jahren antwortet er kurz: „Die Menschen.“

    Ein abwechslungsreiches und umfangreiches Programm rund um die Themen Wald und Natur bietet das WEZ jedes Jahr aufs Neue. Das sei nur in Zusammenarbeit mit Partnern, wie beispielsweise den Naturschutz- und Jagdverbänden, dem Imkerverband, dem Botanischen Garten Würzburg, freiberuflichen Umweltpädagogen und verschiedenen Innungen möglich, meint Antje Julke.

    Jubiläumsfest

    Am Sonntag, 23. Juli, wird der 10. Geburtstag des Walderlebniszentrums ab 14 Uhr gebührend gefeiert. Für Kinder gibt es verschiedene Bastelangebote mit Pflanzenfarben und Holz, ein Drechsler zeigt sein Können an der Drechselmaschine und beim Motorsägenschnitzen entstehen kleine Kunstwerke. Um 16 Uhr spielt das Ensemble „Dal Segno“ das Musikmärchen „Peter und der Wolf“. Ab 16.30 Uhr kann man mit Volker Tesar, der seit 30 Jahren blind ist, eine besondere Führung auf dem Sinneswandelpfad erleben. Musikalisch begleitet die Parforcehörnergruppe Würzburg den Nachmittag und ab 18 Uhr singen unter dem Motto „Singing and Swinging in the forest“ drei Projektchöre aus der Region. Außerdem gibt es hausgemachtes Bauernhofeis.

    Weitere Infos: www.aelf-wu.bayern.de/forstwirtschaft/wald

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