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    Rimpar

    Zu viel Streusalz im Winterdienst?

    Die Verwendung von Streusalz im Winterdienst ist umstritten. Dennoch wird es weiterhin von Gemeinden verwendet, um Straßen und Plätze von Schnee und Eis zu reinigen.

    In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates Rimpar nahm Willy Pototzky von der Rimparer Liste-Interessengemeinschaft Umwelt dies zum Anlass, um auf den hohen Verbrauch in der Marktgemeinde hinzuweisen. Streusalz sei für Tiere und Pflanzen oder auch das Grundwasser schädlich, argumentierte er. Bürgermeister Losert verteidigte die Mitarbeiter des Bauhofs. "Mit anderen Möglichkeiten lässt sich die Sicherheit im öffentlichen Raum nicht gewährleisten", erklärte er. Zudem verwende die Gemeinde ein Laugen- und Salzgemisch, das erhebliche Einsparungen an Salz ermögliche.

    In der Rimparer Straßenreinigungsverordnung aus dem Jahr 2005 ist geregelt, dass Streusalz nur bei "besonderer Glättegefahr" etwa bei Treppen oder starken Steigungen zum Einsatz kommen darf. Laut Verordnung sind neben dem Räumen lediglich "abstumpfende Stoffe" wie Sand und Splitt erlaubt. Auch nach dem Bayerischen Wegegesetz beschränkt sich der Salzeinsatz auf Ausnahmefälle. "Wenn der besondere Fall zur Regel wird, ist das Betrug", stellte Pototzky fest. Er kritisierte weiter, dass in den Bürgerversammlungen vom Bürgermeister zwar darauf hingewiesen wurde, dass Eigentümer und Mieter vor jedem Anwesen für den Räum- und Streudienst verantwortlich seien, nicht jedoch darauf, dass der Einsatz von Streusalz verboten sei.

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