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    Uettingen

    Zuckersüß und knusprig wie ein Glückskeks

    "Glückskekse" des Abends wurden die Geschwister Melina (rechts) und Connor Schloßnagel, die als Preis ein Foto mit Amanda und Sebastian Reich machen durften. Foto: Mechtild Buck

    "Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist – sing Schubidubidu" trällerte Nilpferddame Amanda am Freitag in der mit ungefähr 600 Besuchern ausverkauften Aalbachtalhalle in Uettingen. "Zuckersüß und knusprig wie ein Glückskeks" animierte die freche Handpuppe des Comedians und Bauchredners Sebastian Reich das Publikum, vergnügt mitzusingen.

    Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Aalbachtaler Musikvereins hatten sich die Organisatoren etwas ganz Besonderes einfallen lassen und so präsentierte das ungleiche Paar das zweistündige Programm "Glückskeks". "Glückskeks, der in Folie eingeschweißt ist – lass das nur nicht die Greta wissen", frotzelte Amanda, die den Keksen eher skeptisch gegenüberstand.

    Neben Amanda besuchten noch einige andere Handpuppen als Gäste die Show. So erschien zum Beispiel Herr Esel, der gerne Witze erzählt. Stargast war der Glücksexperte, das Marzipan-(Un-) Glücksschwein Herr Pick Nick, der Fragen zum Thema Glück erörtern sollte. "Ich bin ein nicht sonderlich erfolgreiches Glücksschwein", jammerte Herr Pick Nick, der vor geraumer Zeit zu 50 Prozent reduziert im Supermarkt gestanden hatte und von dort gestohlen wurde. Am Berliner Flughafen hatte er dafür gesorgt, dass "nichts geschah" und in seinem neuen Job ist er "Glücksbringer der Würzburger Kickers".

    Liebesgott Herr A. Mor war unglücklicherweise beim Anflug auf Dietenhan falsch abgebogen und versehentlich in der Aalbachtalhalle abgestürzt. Amanda wollte seine Dienstleistung in puncto Partnervermittlung in Anspruch nehmen. Leider war ihr Traummann Horst (Seehofer) in Ingolstadt und nicht in Uettingen und konnte daher nicht von A. Mors Pfeil erreicht werden. "Ich schieße mit Pfeil und Bogen und bin keine Langstreckenrakete." So musste Amanda mit Stefan Schloßnagel aus Uettingen Vorlieb nehmen.

    Nachdem Amanda sich zu einem Handy eine Freisprecheinrichtung mit dem "Ding, was dranhängt" (Auto) gewünscht hatte, musste sie eine abenteuerliche Fahrstunde bei Sebastian Reich absolvieren, die bei McDonald's endete.

    Zu Beginn und in der Pause waren die Besucher aufgerufen, Karten, auf denen sie vermerkten, was sie glücklich macht, in eine aufgestellte Glücksbox einzuwerfen. Einige der Karten zitierten Reich und Amanda im Laufe der Vorstellung: So machte das Traktorfahren Tim aus Uettingen glücklich, Walter aus Wittighausen war beglückt, Amanda zu erleben, Judith aus Remlingen liebt das Zeichnen und Pferde, Bianca erfreute es, Amandas Lieblingswort "Spezi-Fisch" zu hören und Ute aus Remlingen würde eine Stunde mit Sebastian Reich im Fitnessstudio begeistern.

    "Ich komme aus Dietenhan und bin trotzdem ein sehr glücklicher Mensch", schrieb ein anderer Gast, nachdem Amanda über den ihr unbekannten Ort gewitzelt hatte. Ein vorgeschlagener, aber mangels Eigenständigkeit Amandas undurchführbarer Glücks-Deal – Sebastian Reich gegen ein iPhone, "128 Gigabyte gegen 128 Kilogramm" – hätte Amanda selbst glücklich gemacht.

    "Glückskekse" des Abends wurden die Geschwister Melina und Connor Schloßnagel, die als Preis ein Foto mit Amanda und Sebastian Reich machen durften. Ein Selfie-Video mit den Besuchern im Hintergrund ließen sich die Bühnenstars nicht nehmen: "Wir sind in Uettingen ohne Ü-Strichli, liebe Grüße nach Dietenhan", rief Amanda. An die Adresse von Stefan Schloßnagel gerichtet, fügte sie hinzu: "Stefan, wink doch mal. Der ist doch mein neuer Lover und hat gleich zwei Kinder mitgebracht."

    Mechtild Buck

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